Flutschutz
Zürich wappnet sich gegen Hochwasser - Bau des Stollens beginnt im März

Der Startschuss für den Bau des Hochwasser-Entlastungsstollens zwischen Langnau am Albis und Thalwil soll im März 2022 fallen. Ziel ist es, dass die Sihl bei Flutgefahr besser in den Zürichsee abfliessen kann. Die Stadt Zürich und das untere Sihltal können so vor Milliardenschäden bewahrt werden.

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Die Stadt Zürich und das Sihltal sollen künftig vor Überschwemmungen geschützt werden. (Symbolbild)

Die Stadt Zürich und das Sihltal sollen künftig vor Überschwemmungen geschützt werden. (Symbolbild)

Matthias Scharrer

Der Hochwasser-Entlastungsstollen zwischen Langnau am Albis und Thalwil soll die Stadt Zürich vor Milliardenschäden schützen. Der Kanton hat den Baustart nun definitiv auf Mitte März 2022 angesetzt.

Ende 2025 soll das 175,5 Millionen Franken teure Bauwerk fertiggestellt sein, wie die kantonale Baudirektion am Mittwoch mitteilte. Bereits im Oktober beginnen die Vorarbeiten beim künftigen Einlauf des Stollens, im Rütiboden. Dort werden Werkleitungen verlegt sowie Forstarbeiten ausgeführt.

Der Entlastungsstollen, der ein Fassungsvermögen von 600 Kubikmeter Wasser pro Sekunde aufweist, soll Hochwasserspitzen aus der Sihl in den Zürichsee ableiten. So werden das untere Sihltal und die Stadt Zürich vor grossen Überschwemmungen geschützt.

Extrem-Hochwasser nur alle paar hundert Jahre

Zwar wird davon ausgegangen, dass es nur alle paar hundert Jahre zu einem Extrem-Hochwasser kommen dürfte. In einem solchen Fall wird ohne Stollen allerdings alleine in der Zürcher Innenstadt mit Schäden in der Höhe von 6,7 Milliarden Franken gerechnet.

Im Jahr 2005 war Zürich nur knapp grossen Hochwasserschäden entgangen. Die Lagebeurteilung nach den damaligen Unwettern zeigte, dass grosser Handlungsbedarf für den Schutz vor seltenen Hochwasserereignissen besteht. Im Mai 2021 hatte der Kantonsrat einstimmig den Kredit für den Stollen genehmigt. (sda)

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