Flughafen Zürich
Flugzeugentführung: Die Kantonspolizei probte letztes Jahr für den Ernstfall

Die Zürcher Kantonspolizei hat die Ereignisse auf dem Flughafen Genf am Montagmorgen aufmerksam verfolgt. Erst vor wenigen Monaten übten die Sicherheitskräfte auf dem Flughafen Zürich das Vorgehen bei einer Flugzeugentführung.

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Ob die Kantonspolizei Zürich nach der Landung einer entführten Maschine der Ethiopian Airlines auf dem Flughafen Genf in irgendeiner Form beigezogen wurde, ist unklar. "Die Kantonspolizei hat Kenntnis davon und ist in Kontakt mit den Behörden", sagte eine Kapo-Sprecherin. "Aus einsatztaktischen Gründen" gab es keinerlei weitergehende Auskünfte.

Die Kantonspolizei, die für die Sicherheit am Flughafen zuständig ist, führt zu verschiedenen Szenarien regelmässig Katastrophenübungen durch. Im vergangenen Herbst hiess das Szenario "Flugzeugentführung".

Bei "Libero 13" ging es um die Befreiung von Geiseln und die Überwältigung der Entführer. Rund 100 Freiwillige spielten die stundenlang festsitzenden Geiseln in einem Airbus 320 der Swiss, Polizisten mimten die Entführer. Schliesslich stürmten Spezialeinheiten den Flieger.

In einer ersten Einschätzung kurz nach der Übung erhielt diese gute Noten. Die detaillierte Auswertung sei noch im Gange, sagte am Montag eine Sprecherin der Kantonspolizei.

Entführtes Flugzeug in Zürich gelandet

Der Flughafen Zürich war auch schon tatsächlich von einer Flugzeugentführung betroffen: 1977 war eine Iberia-Maschine mit 38 Passagieren an Bord auf dem Flug von Barcelona nach Palma de Mallorca entführt worden.

Nach zweitägigem Irrflug legte sie am 14. März eine Zwischenlandung in Zürich ein. Die Sicherheitskräfte nutzten die Gelegenheit, überwältigten die Entführer und befreiten die Geiseln.