An der Maschine entstand Sachschaden, wie die Kantonspolizei Zürich mitteilte. Der 67-jährige Pilot landete kurz vor 18:30 Uhr auf der Wiese in Maur. Aus bislang unbekannten Gründen scherte dem Flugzeug während des Aufsetzens das Fahrwerk ab. Nach ein paar Metern kam es zum Stehen. Der Pilot und seine Passagierin konnten das Flugzeug unverletzt verlassen. Der Sachschaden am Flugzeug beträgt gemäss Mitteilung der Kantonspolizei mehrere 10‘000 Franken. Ermittlungen zum Grund des Flugunfalls laufen. Neben der Kantonspolizei Zürich stand auch die Feuerwehr Maur im Einsatz.

Wie der «Blick» berichtet, handelte es sich bei der 64-jährigen Passagierin um die Zürcher alt Regierungsrätin Rita Fuhrer. Das wurde auch von der Kantonspolizei bestätigt. Fuhrer ist wohlauf, wurde beim Vorfall nicht verletzt. Die SVP-Politikerin war von 1995 bis 2010 Zürcher Regierungsrätin. Rita Fuhrer und Verena Diener (GLP), deren Amtszeit ebenfalls 1995 begann, waren die zweite und dritte Frau überhaupt in der Geschichte des Zürcher Regierungsrats. Heute ist Fuhrer unter anderem Mitglied des Verwaltungsrats von Raiffeisen Schweiz.

Auch der Pilot konnte das Flugzeug unverletzt verlassen. Beim verunfallten Flugzeug handelte es sich um das Modell Fieseler Storch. Auf dem Facebook-Account des in Oetwil am See domizilierten Vereins Freunde des Fieseler Storchs wird der erhebliche Sachschaden am Flugzeug A-99 näher beschrieben: «Die Luftschraube ist stark beschädigt, das Hauptfahrwerk auf beiden Seiten abgeschert, der Motor hat vermutlich Shockload, das bedeutet: Die Kurbelwelle könnte verzogen sein», schreiben die Flugfreunde.

Geschichte der Storche: Naziflugzeug und Rettungspionierflugzeug

Die Fieseler-Storch-Flugzeuge haben eine lange Geschichte: Das Flugzeug Fieseler Fi 156 Storch hob laut Wikipedia 1936 erstmals in die Lüfte ab und war danach im Zweiten Weltkrieg für die nazideutsche Luftwaffe im Einsatz, unter anderem als Kurierflugzeug. In der Schweiz wurden die Fieseler-Storch-Flugzeuge vor allem als Rettungsflugzeuge in den Alpen bekannt. Eines ganz besonders: 1946 wurde mit der A-97 im Berner Oberland die Crew einer abgestürzten amerikanischen Militärmaschine gerettet. Es war die erste Luftrettung der Welt im Hochgebirge, damals im November 1946 auf dem Gauligletscher. Das Flugzeug A-97 lässt sich seit über 50 Jahren im Verkehrshaus der Schweiz in Luzern besichtigen.