Höri
Fluglärmgeplagte Gemeinde soll sich trotzdem entwickeln

Die Bewohner in der Gemeinde Höri sollen trotz Fluglärm in Ruhe wohnen können. Die Gemeindeversammlung hat Ja gesagt zu einem Pilotprojekt des Kantons. Die «Siedlungsentwicklung trotz Fluglärm» sieht vor, die Häuser schallisolierend zu renovieren.

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Keystone

Das Pilotprojekt des Kantons Zürich war an der Versammlung vom Dienstagabend unbestritten. Wie Gemeindeschreiber Reto Linder am Mittwoch auf Anfrage sagte, wurde es mit 92 Ja- zu 5 Nein-Stimmen gutgeheissen. Die Anwesenden bewilligten einen Beitrag von maximal 134'000 Franken für den Masterplan zur Ortsentwicklung von Endhöri.

Endhöri ist mit rund 1700 Einwohner der grösste Ortsteil von Höri. Wegen Fluglärm ist die Siedlungsentwicklung in Endhöri aber stark eingeschränkt. Im gesamten Ortsteil werden die geltenden Alarmwerte der eidgenössischen Lärmschutzverordnung überschritten.

Kanton übernimmt drei Viertel der Kosten

Für weitere Siedlungsentwicklung gibt es wegen dieser Werte kaum Spielraum. Bei Überschreitungen des Immissionsgrenzwertes sowie des Alarmwertes bewilligt die Baudirektion des Kantons Zürich keine neuen Wohnungen. Nun haben der Kanton Zürich und die Gemeinde Höri ein Pilotprojekt ausgearbeitet, damit sich Endhöri trotzdem weiterentwickeln kann.

Dieses will den Grundeigentümern Möglichkeiten aufzeigen, wie sie ihre Grundstücke und Liegenschaften besser nutzen und allenfalls sanieren können. Für die Einwohnerinnen und Einwohner von Endhöri sollen der Schallschutz verbessert und die Wohnqualität erhöht werden.

Der Kanton Zürich übernimmt 404'000 Franken der Gesamtkosten von rund 540'000 Franken. Neben der Verbesserung der Lebensqualität in Endhöri erhofft sich die Volkswirtschaftsdirektion neue Lösungsansätze für die Gemeinden rund um den Flughafen Zürich- Kloten. Startschuss für das Projekt ist am 1. Oktober. (sda)