Der Verein Bürgerprotest Ost will in einer Kampfschrift Bundesrätin Doris Leuthard für die Südstarts begeistern und möglichst viele Kantonsräte gegen die Pistenverlängerungen zu mobilisieren, wie die «NZZ» am Montag schreibt.

Als Grundlage nimmt der BFO den Sachplan Infrastruktur Luftfahrt aus dem Jahr 2010. Dort steht angeblich, dass im Osten 13 500 Personen mit der Überschreitung der Immissionsgrenzwerte leben. Im Süden seien es lediglich deren 10 900. Nach diesem Bericht sollen nur die Gemeinden Opfikon-Glattbrugg und Wallisellen wirklich vom Fluglärm betroffen sein.

BFO-Sprecher Fritz Kauf sagt gegenüber der «NZZ»: «In Nürensdorf leben mit Blick auf die relevanten Grenzwerte in einer einzigen Dreizimmerwohnung mehr Fluglärmbetroffene als in der ganzen Stadt Zürich.»

Man würde den Süden nur noch mehr bevorzugen, wenn man die Pistenverlängerungen und das Ostkonzept wirklich durchziehe, schreibt der BFO am Montag.

Die Zürcher Volkswirtschaftsdirektion sieht das ein wenig anders. Im Osten seien im heutigen Betrieb an die 6000 Personen von den Grenzwertüberschreitungen betroffen. Dies seien halb so viel wie in den beiden erwähnten Gemeinden im Süden.

(pas)