Erst Ende September gab es beim Flughafen Zürich eine gefährliche Situation mit einer Drohne. Ein Swiss-Airbus war im Landeanflug auf die Piste 14, als plötzlich eine Drohne auftauchte. Rund zehn Kilometer vor der Pistenschwelle surrte das Fluggerät in einem Abstand von weniger als 20 Metern oberhalb des Flugwegs vorbei.

Der Flughafen Zürich fordert seit geraumer Zeit ein Drohnen-Verbot in der Nähe von Landesflughäfen. Nötig seien aber auch "Detektion und Abwehr" dieser ferngesteuerten Fluggeräte.

Für die "Detektion" und die sichere Integration von Drohnen in den Schweizer Luftraum braucht es möglicherweise gar keine neue Infrastruktur. U-Space, wie das geplante System genannt wird, könnte über das Mobilfunknetz laufen, wie aus einer Studie von Skyguide, Swisscom und dem Aviation Reserach Centre Switzerland (ARCS) hervorgeht, die am Mittwoch publiziert wurde.

Die Schweizer Mobilfunkinfrastruktur könne schon heute den Datenaustausch und die Drohnenführung gewährleisten, heisst es in der Mitteilung zur Studie. Das würde nicht nur mehr Sicherheit bedeuten, sondern kommerziellen Drohnen auch den sicheren Zugang zum Himmel gewährleisten. Diese Erkenntnisse seien deshalb ein positives Signal für die sich rasch entwickelnde Drohnenindustrie.

Piloten sollen sich registrieren

Geht U-Space in Betrieb, sollen Drohnen der Flugsicherung unterstehen. Voraussetzung dafür ist allerdings, dass sich die Drohnenpiloten registrieren. Ab Sommer 2019 können sich kommerzielle Drohnenpiloten und Hobbyflieger bei der Skyguide registrieren.

Geplant ist, dass die Drohnenpiloten die Flugsicherung über ihren Flugplan informieren. Entweder sie erhalten dafür eine Bewilligung oder müssen die Route ändern. Sowohl Skyguide als auch der Drohnenpilot sollen danach den Flug der Drohne verfolgen und auch die anderen Fluggeräte sehen können.

Dank der Registrierung können Drohnen, die einem Flugzeug zu nahe kommen, rasch einem Piloten zugeordnet werden. Skyguide kann diesen dann sofort per Handy kontaktieren. Bis das System läuft, sind aber noch weitere Abklärungen nötig. Als nächstes wird nun eine Folgestudie durchgeführt, bei der Langzeittests vom Innovationspark Dübendorf aus gemacht werden.