Die Stadt Kloten steuert auf eine schwierige finanzielle Lage zu: Für 2014 rechnet der Stadtrat mit einem Defizit von 9,7 Millionen Franken. Die Steuern sollen vorläufig nicht angehoben werden, doch in den kommenden Jahren ist dies gemäss Stadtrat unumgänglich.

Schlecht sieht es vor allem bei den Steuereinnahmen aus: Wie die Stadt Kloten am Dienstag mitteilte, erreichen diese die Erwartungen bei weitem nicht.

Zu einem Teil dafür verantwortlich ist der Flughafen Zürich, der seine langfristigen Schulden umstrukturiert und ein Anleihen in japanischen Yen vorzeitig zurückzahlt. Dies schmälert die Steuerabgaben an die Stadt erheblich, wie Stadtrat Mark Wisskirchen auf Anfrage sagte.

Trotz düsterer Aussichten will der Stadtrat momentan jedoch auf eine Steuererhöhung verzichten. Er beantragt dem Gemeinderat einen unveränderten Steuerfuss von 99 Prozent.

Es geht an die Reserven

Bereits 2014 geht es aber an die Reserven: Dann kann der laufende Betrieb nicht mehr vollständig aus den Erträgen finanziert werden. Eine Steuererhöhung in den kommenden Jahren sei deshalb unumgänglich. Kloten hat gegenwärtig noch einen vergleichsweise tiefen Steuerfuss.

Kloten wird 2014 voraussichtlich 75,73 Millionen Franken ausgeben und 66,03 Millionen Franken einnehmen. Grösster Posten bei den Investitionen wird die Sanierung des Freibades Schluefweg. Der Umbau wird rund 6 Millionen Franken kosten.