Der Flughafen Zürich ändert an den Wochenenden und deutschen Feiertagen den Testbetrieb am Morgen: Von 7 bis 7.30 Uhr starten Flüge nach europäischen Destinationen zusätzlich auf der Piste 28 nach Westen. Damit soll die Pünktlichkeit verbessert werden.

Wie schon vor Beginn des Testbetriebs am 14. Juni 2014 stehen von 7 bis 7.30 Uhr mit den Pisten 28 und 32 wieder zwei Startpisten zur Verfügung, wie die Flughafen Zürich AG am Donnerstag mitteilte. Dies sei mit dem geltenden Betriebsreglement möglich.

Landungen auf der Piste 34 entfallen in diesen rund 30 Minuten. Danach wird bis 9 Uhr auf der Piste 32 nach Norden gestartet und auf der Piste 34 von Süden her gelandet. Das geänderte Konzept wird ab 18. April eingeführt.

Skyguide, Swiss und Flughafen Zürich AG erhoffen sich dadurch weniger Verspätungen bei gleichzeitiger Reduktion der Komplexität mit den sich kreuzenden Pisten.

Auf den Winterflugplan Ende Oktober 2015 wird eine Neubeurteilung vorgenommen. Dann wird entschieden, in welcher Form das sogenannte Südkonzept an Wochenenden und deutschen Feiertagen definitiv weitergeführt wird.

Kritik am Vorgehen des Flughafens kommt von der IG-Nord: Die im Juni 2014 für zwei Monate angekündigte Testphase werde damit bereits zum zweiten Mal und mindestens bis Oktober 2015 verlängert, teilte die Fluglärmorganisation mit.

Der Flughafen belaste die Bevölkerung im Norden weiter mit lärmintensiven Starts frühmorgens an den Wochenenden. Die IG-Nord lehnt die Weiterführung des Testbetriebs ab und fordert die Rückkehr zum bisherigen Betriebsregime. Der IG-Nord gehören 38 Gemeinden aus den Kantonen Zürich, Aargau und Schaffhausen an.