Ketteli, Anhänger, Ohrstecker - 1350 Stück der auf den ersten Blick attraktiv wirkenden Stücke sind letztes Jahr am Zoll im Flughafen Zürich beschlagnahmt worden: Sie waren hochgiftig, wie der Leiter der Zollstelle, Heinz Widmer, am Mittwoch vor den Medien mitteilte.

Im Weiteren stellten die Zollbeamten insgesamt 17,3 Kilogramm K.o.-Tropfen sicher, dazu Medikamente, gefälschte Markenartikel und Gemüse mit viel zu hohem Pestizidgehalt. Insgesamt wurden 7854 Frachtverkehrs-Sendungen kontrolliert, 3506 davon waren zu beanstanden. Dies entspricht laut Widmer einer Trefferquote von 44,6 Prozent - 4,6 Prozent mehr als im Jahr zuvor.

Die Mitarbeitenden der Grenzwachtregion II (Zürich, Schaffhausen, Thurgau) ihrerseits verzeichneten laut Kommandant Thomas Zehnder einige "Rekordwerte". Unter anderem wurden deutlich mehr Waffen, aber auch Fleisch geschmuggelt als in den Jahren zuvor.

Eine Besonderheit waren unter anderem Waffen, die als Gebrauchsgegenstände getarnt waren. So beschlagnahmten Zöllner etwa Taschenlampen oder Handys, die gleichzeitig Elektroschockgeräte waren.

Die Kontrollen der Grenzwächter erfolgten nicht nur auf Strassen und in Zügen, sondern auch an den Postzentren in Mülligen AG und Urdorf ZH, so Zehnder. In Briefumschlägen und Paketen entdeckten sie dort 12,2 Kilogramm Designerdrogen - 40 Prozent mehr als im Vorjahr.