Nachgefragt
Florian Schalit: «Das sichert die Zukunft unseres Theaters»

Florian Schalit, Verwaltungsleiter des Theaters Kanton Zürich, zeigt sich erfreut über den Entscheid des Kantonsrats. Auch wenn er sich mehr Geld gewünscht hätte.

Christian Gurtner
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«Bei der Finanzierung wären wir den Gemeinden gerne noch stärker entgegengekommen.»

«Bei der Finanzierung wären wir den Gemeinden gerne noch stärker entgegengekommen.»

zvg

Ihr Theater erhält künftig mehr Geld vom Kanton. Was geschieht damit?

Florian Schalit: Wir können nun unsere Zusammenarbeit mit den Gemeinden, in denen wir die Stücke aufführen, sowie mit den Schulen verbessern und noch stärker auf deren Bedürfnisse eingehen. Wir können auch gezielter Werbung und Öffentlichkeitsarbeit machen, und wir können die Mitgliederbeiträge grösserer und mittlerer Gemeinden senken. Das entspricht der Strategie, die wir für die Entwicklung unseres Theaters festgelegt haben.

Das tönt, als wenn Sie sehr zufrieden wären.

Wir sind sehr erfreut und dankbar für den Entscheid des Kantonsrats. Er sichert die Zukunft unseres Theaters.

Aber mehr Theater gibt es für das Geld notabene nicht – mehr Stücke, mehr Aufführungen.

Das ist richtig. Wir haben einen grösseren Ausbau in der Vergangenheit angeschaut und festgestellt, dass wir dafür unsere Strukturen grundlegend verändern müssten. Es bräuchte zum Beispiel zwei Technikerteams. Im Moment steht so etwas nicht zur Diskussion. Es geht im bisherigen Rahmen weiter.

Sie erhalten jährlich 300'000 Franken mehr als bisher, aber 200'000 weniger als von Ihnen selber gewünscht. Wo müssen Sie Abstriche machen?

Wir wären bei der Finanzierung gerne den Gemeinden noch stärker entgegengekommen. Ausserdem wollten wir eine Person einstellen, die unsere Vorstellungen vor Ort hätte präsentieren und betreuen können. Die Ausfälle sind für uns aber verkraftbar.

Was hätte diese zusätzliche Person genau gemacht?

Sie hätte vor Ort ein Rahmenprogramm realisieren können, zum Beispiel den Interessierten einen Blick hinter die Kulissen ermöglichen. Solches werden nun nach Möglichkeit andere Mitarbeiter tun, aber natürlich geht das nicht im gleichen Ausmass, wie es mit der zusätzlichen Stelle möglich gewesen wäre.