In weniger als zwanzig Jahren wird ein Drittel der Bewohnerinnen und Bewohner Europas älter als 65 sein. Doch mit dem Alter kommen häufig auch die dadurch bedingten Beschwerden. Unter der Leitung der Zürcher Geriatrie-Professorin Heike Bischoff-Ferrari erforschen nun sieben europäische Universitäten, ob das biologische Altern verzögert werden kann. Laut Uni Zürich handelt es sich dabei um eine der grössten Studien über Gesundsein im Alter, die jemals durchgeführt worden sind. Mehr als 2000 Probanden in fünf Ländern werden daran teilnehmen und regelmässig untersucht.

Ernährung und Bewegung

Bischoff-Ferrari und ihre Forschungskollegen wollen herausfinden, wie sich die Einnahme von Omega-3-Fettsäuren und Vitamin D in Kombination mit einem sportlichen Trainingsprogramm auf ältere Menschen auswirkt. Sowohl Omega-3-Fettsäuren als auch Vitamin D haben laut der Uni Zürich in Vorstudien bereits positive Ergebnisse gezeigt.

Und dass Bewegung gesund ist, ist ebenfalls nichts Neues. Der Clou der Studie liegt also darin, die Kombination der drei Faktoren zu untersuchen. Omega-3-Fettsäuren kommen vor allem in Fischen vor, Vitamin D stellt der Körper selber her, wenn die Haut der Sonne ausgesetzt ist.

Neu an der Studie ist, dass sie gezielt ältere Menschen untersucht. Bisher habe die Angst bestanden, dass mögliche vorhandene Krankheiten bei den Probanden die Ergebnisse beeinflussen.

Das Zentrum für Alter und Mobilität sucht nun Menschen ab 70 Jahren, die an der Studie teilnehmen möchten. Sie sollen laut Aufruf mobil sein und selbstständig zu Hause wohnen. Während der kommenden drei Jahre sollen sie einmal pro Jahr zu medizinischen Untersuchungen eingeladen sowie gelegentlich telefonisch interviewt werden.

Weitere Informationen: 044 366 27 41