Zürich-Altstetten

Finanzierung der Schrebergarten-Räumung noch immer unklar: SP, Grüne und GLP fordern Antworten

Auf dem Vulkan-Areal, wo sich heute noch Schrebergärten befinden, soll dereinst dieses Eishockeystadion entstehen. (Visualisierung)

Auf dem Vulkan-Areal, wo sich heute noch Schrebergärten befinden, soll dereinst dieses Eishockeystadion entstehen. (Visualisierung)

Damit der Platz für den Bau des neuen ZSC-Stadions frei wird, müssen die Schrebergärten auf dem Vulkan-Areal in Zürich-Altstetten bis Ende Oktober 2018 geräumt werden. Das Problem: Bisher ist die Finanzierung der Räumung nicht geklärt. SP-Gemeinderat Pascal Lamprecht fordert nun Antworten von der Stadt.

In Zürich-Altstetten soll ab dem Jahr 2022 die neue Eishockey-Arena der ZSC Lions in Betrieb sein. Noch befinden sich auf dem Vulkan-Areal aber 121 Familiengärten. Diese müssen bis am 31. Oktober 2018 geräumt werden. Die Gärtner und der verantwortliche Familiengarten Verein Altstetten-Albisrieden (FGVAA) wissen allerdings noch immer nicht, wie die Räumung finanziert werden soll.

"Die ganze Räumung würde wohl mindestens 300'000 Franken kosten – somit wäre der Verein Konkurs und bei rund 60 Prozent der Pächter würde dies eine dramatische Verschlechterung der finanziellen Situation zur Folge haben", sagt FGVAA-Präsident Adolf Gloor zu "20 Minuten". Auch die Finanzierung der verlangten Schadstoffanalyse auf dem Areal ist nicht geklärt.

Die Hilfe vonseiten der Stadt Zürich lässt auf sich warten. Zwar gebe es regelmässig Gespräche mit den ZSC Lions, mit der Stadt und dem verantwortlichen Tiefbauvorsteher Filippo Leutenegger (FDP), aber abgesehen von mündlichen Versprechen sei bisher nichts passiert, so Gloor.

Dringliche Anfrage platziert

Pascal Lamprecht (SP) ist Mitglied des Zürcher Gemeinderats, hatte bis vor Kurzem selbst einen Schrebergarten und setzt sich nun für die Pächter und den Verein ein. Am Mittwochabend hat er gemeinsam mit seinen Parteikollegen, den Grünen und der GLP eine dringliche schriftliche Anfrage beim Stadtrat platziert. "Es kann doch nicht sein, dass hier auf dem Rücken der Gärtnerinnen und Gärtner alles verzögert wird", schreibt die Stadtzürcher SP in einer Mitteilung. Wenn man mehrere tausend Franken aus dem eigenen Sack zahlen müsse, sei dies für die Pächter kaum tragbar.

Lamprecht erhofft sich, dass endlich Transparenz in den Abrissprozess und die Kosten hineinkommt, damit die Gärtnerinnen und Gärtner Planungssicherheit haben. Die Stadt solle die Kosten so verteilen, dass die Pächter nur noch einen kleinen stemmbaren Teil bezahlen müssen. Zudem sollen alle, die weiterhin einen Garten haben möchten, eine Alternativmöglichkeit bekommen. Doch auch hier scheint es gemäss der SP-Mitteilung zu harzen, stehe doch das als Ersatz versprochene Dunkelhölzli-Areal noch nicht bereit.

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