Radio Top
Finanzielle Krise: Radio Top beantragt beim Bund eine Konzessionsänderung

Radio Top hat aus finanziellen Gründen beim Bund ein Konzessionsänderungsgesuch eingereicht. Geplant sind technische Einsparungen.

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Nach 2012 rechnet die Radio Top AG auch für 2013 mit "einem weiteren erheblichen Jahresverlust."

Nach 2012 rechnet die Radio Top AG auch für 2013 mit "einem weiteren erheblichen Jahresverlust."

Keystone

Am Leistungsauftrag will das Radio dagegen festhalten, wie Geschäftsführer Günter Heuberger am Donnerstag auf Anfrage der Nachrichtenagentur sda sagte.

Radio Top hat 2008 die Konzession für die Region Ostschweiz West erhalten. Diese umfasst die Kantone Zürich, Schaffhausen, Thurgau und St. Gallen. Mit dem Auftrag verbunden sind täglich produzierte regionale Programmfenster.

Fünf Jahre nach der Konzessionserteilung ziehe Radio Top eine "überwiegend positive Zwischenbilanz", heisst es im Konzessionsänderungsgesuch. Allerdings deckten die Einnahmen aus Werbung und Sponsoring die Ausgaben nicht.

Laut Gesuch wies die Radio Top AG Ende 2012 einen Jahresverlust von knapp 753'000 Franken aus. Auch für 2013 werde mit "einem weiteren erheblichen Jahresverlust" gerechnet, sodass der Bilanzverlust 5 Millionen Franken übersteigen dürfte, wie es weiter heisst.

Gespräche mit den Aktionären und weiteren möglichen Investoren hätten die grundsätzliche Bereitschaft erkennen lassen, dass eine Sanierung gelingen könnte. Mit den jetzigen Konzessionsbedingungen sei ein kostendeckender Betrieb jedoch nicht möglich, schreibt Radio Top.

In seinem Verbreitungsgebiet betreibt Radio Top insgesamt 20 Sendeanlagen, sechs davon doppelt. "Hier könnten wir reduzieren", sagte Heuberger. Zudem hofft der Medienunternehmer auf eine korrektere Abbildung bei den Hörerzahlen. Damit könnten laut Heuberger insgesamt rund 500'000 Franken eingespart werden.

Konkret sollen die bisherigen Programmfenster für die bedienten Regionen laut Gesuch "grundsätzlich gestrichen" werden. Der Anteil der Sendungen, die sich inhaltlich direkt auf das Versorgungsgebiet bezieht, soll 40 Prozent betragen.

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