Finanzen
Gemeinderat Zürich bewilligt Nachtragskredite über 47 Millionen

Das Zürcher Parlament hat Nachtragskredite von mehr als 47 Millionen Franken bewilligt. Der Stadtrat hatte unter anderem Geld wegen gestiegener Energiepreise, dem Erwerb eines 28 Millionen teuren Grundstücks oder teureren Dienstkleidern für VBZ-Mitarbeitende beantragt.

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Bei der Stadtpolizei Zürich werden bald zusätzliche Stellen geschaffen, allerdings nicht so viele, wie von der Polizei gefordert. (Themenbild)

Bei der Stadtpolizei Zürich werden bald zusätzliche Stellen geschaffen, allerdings nicht so viele, wie von der Polizei gefordert. (Themenbild)

Walter Bieri / KEYSTONE

Zu reden gab an der Sitzung vom Mittwoch vor allem ein Punkt: die Schaffung von neuen Stellen bei der Stadtpolizei Zürich. Der Stadtrat forderte 10 Vollzeitstellen, SP und GLP nur neun. Erst vor wenigen Wochen hatte der Gemeinderat ein Postulat überwiesen, das bis 2026 43 Stellen fordert. Das sei halb so viel, wie die Stadtpolizei gerne hätte, erklärte Florian Utz (SP). Der Antrag von GLP und SP entspreche dem Postulat.

Walter Angst (AL) forderte, dass gar keine Stellen nachträglich bewilligt würden. «Das ist eine Dränglerei. Wir sollen das tun, bloss weil der Kommandant das fordert», meinte Angst. Sein Antrag blieb allerdings chancenlos.

SVP und FDP stellten sich hinter den Antrag des Stadtrats. Stephan Iten (SVP) kritisierte die anderen Parteien. Man habe eigens einen «Kompromiss» ausgehandelt, nun stellten sich SP und GLP dagegen. «Die Polizei ist überlastet», schloss Iten.

Neun neue Stellen

In der Abstimmung stellten sich 56 Gemeinderätinnen und Gemeinderäte hinter die neun neuen Stellen, 41 hinter zehn. 19 wollten gar keine Erhöhung. In einer zweiten Abstimmung, bei der der Antrag Angst gestrichen wurde, kam der Vorschlag mit neun Stellen klar durch.

Die weiteren Nachtragskredite, darunter 50’000 Franken für die Reparatur einer bei einem Unfall beschädigten Verkehrskontrollanlage, sorgten für keine Diskussionen. (sda)