Fifa-Football-Awards
Fifa-Gala: Cristiano Ronaldo und Co. feiern nicht mehr in Zürich

Die Fifa-Gala wird künftig nicht mehr in Zürich, sondern in London ausgetragen. Der Zürcher Tourismus und die Stadt sind enttäuscht. Doch gibt es Hoffnung, dass der Grossanlass bald wieder nach Zürich zurückkehrt.

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Fifa-Präsident Sepp Blatter (r.) übergibt den Ballon d’Or im Januar 2014 dem sichtlich gerührten Cristiano Ronaldo. Solche Szenen werden nun künftig in London und nicht mehr in Zürich stattfinden.

Fifa-Präsident Sepp Blatter (r.) übergibt den Ballon d’Or im Januar 2014 dem sichtlich gerührten Cristiano Ronaldo. Solche Szenen werden nun künftig in London und nicht mehr in Zürich stattfinden.

KEYSTONE

Die Fifa-Gala, an welcher jeweils die Weltfussballer sowie Trainer und Teams gewählt werden, fand am 9. Januar das letzte Mal in Zürich statt. Wie die NZZ schreibt, findet die nächste Ausgabe der Glamour-Gala des Fussballs am 23. Oktober in der Weltmetropole London statt. Dies hat der Fifa-Council in Bahrain beschlossen.

Das zukünftig nicht mehr Zürich sondern London Gastgeber des Prestigeträchtigen Anlasses ist, stand schon länger zur Diskussion - Nun ist es offiziell. Die Gründe für diesen Entscheid gehen auf die Neuausrichtung der Weltfussballer-Wahl zurück, berichtet die NZZ. So wurde der "Ballon d`Or" von 2010 bis 2015 jeweils von der Fifa, zusammen mit der Zeitschrift "France Football" überreicht. Nach dem Bruch dieser Zusammenarbeit existieren nun zwei Weltfussballer-Wahlen: Eine mit dem Namen "The Best" und der "Ballon d`Or".

Cristiano Ronaldo mit dem Ballon d'Or
31 Bilder
Ronaldos Sohn durfte auch auf die Bühne
Die beiden Weltfussballer des Jahres 2014: Cristiano Ronaldo und Nadine Kessler
Nadine Kessler nimmt den Preis entgegen.
Der Kolumbianer James Rodriguez hat das schönste Tor des Jahres 2014 geschossen.
Cristiano Ronaldo und Moderatorin Kate Abdo
Sepp Blatter übergibt Journalist Hiroshi Kagawa aus Japan den Presidential Award 2014
Ralf Kellermann, bester Trainer einer Frauenmannschaft
Jogi Löw, Trainer des Jahres 2014
Team des Jahres (vorne von links) Manuel Neuer, Sergio Ramos, Philipp Lahm, Toni Kroos und Andres Iniesta. (Hinten von links) Arjen Robben, Angel Di Maria, Lionel Messi und Cristiano Ronaldo
Die Nominierten für Weltfussballer des Jahres 2014: Nadine Kessler, Cristiano Ronaldo, Abby Wambach, Manuel Neuer, Marta und Lionel Messi
Sepp Blatter bei der Ansprache
Fifa-Präsident Sepp Blatter mit seiner Freundin Linda Barras auf dem roten Teppich.
Cristiano Ronaldo und seine Entourage
Manuel Neuer posiert mit Rainer Maria Salzgeber und Beni Thurnheer
Philipp Lahm mit seiner Frau Claudia
Inmitten der Fans
Ein Selfie mit Sepp
Marta geht auf Tuchfühlung mit den Fans
Ottmar Hitzfeld
Der ehemalige Schweizer Nationaltrainer Ottmar Hitzfeld (rechts) mit seinem Assistenten Michel Pont
Die irische Fussballerin Stephanie Roche (nominiert für Tor des Jahres)
Manuel Neuer, Lionel Messi oder Cristiano Ronaldo
Cristiano Ronaldo «Ich finde, wir drei sollten in einem Team spielen", meinte Ronaldo auf die Frage, in welchem historischen Fussball-Team er gerne gespielt hätte.
Manuel Neuer
Lionel Messi
Der Ballon d'Or
Schon Stunden vor der Gala zum Fifa Ballon d'Or warten die Fans am roten Teppich
Jogi Low an einer der Pressekonferenzen vor der Verleihung. Der Deutsche ist in der Kategorie Trainer nominiert. Der Bundestrainer hat die Möglichkeit einer vierten Auswechslung während Fussball-Spielen ins Gespräch gebracht. «Für mich als Trainer wäre das sinnvoll», sagte der 54-Jährige.
Diego Simeone, auch nominiert als bester Trainer 2014
Nominiert für Weltfussballerin: US-Amerikanerin Abby Wambach, Brasilianerin Marta und Nadine Kessler aus Deutschland

Cristiano Ronaldo mit dem Ballon d'Or

Keystone

Enttäuschung beim Zürcher Tourismus

Beim Zürcher Tourismus bedauert man den Wegzug des Grossanlasses, der immer eine gute Gelegenheit darstellte, Zürich auch im internationalen Schaufenster zu zeigen. Ebenfalls profitierten Hotels und Restaurants von den Besuchern - Diese bleiben jetzt wohl gezwungenermassen aus.

Zürich auch künftig eine Option

Auch die Stadt Zürich zeigt sich enttäuscht über den Wegzug des Anlasses. Man sei aber optimistisch, meint der Mediensprecher des Schul- und Sportdepartements Ralph Kreuzer gegenüber der NZZ. Denn sowohl der Weltfussballerverband als auch die Fifa lassen die Option offen, dass der Fussball-Award bald wieder in Zürich ausgetragen werden könnte. So sei der Entscheid eines Ortswechsels lediglich getroffen worden, um die Veranstaltung "in verschiedene Städte und Fussballmetropolen" zu tragen. (lgi)