Die organisatorischen Anpassungen wurden gemeinsam vom Stiftungsrat und der künstlerischen Kommission beschlossenen, wie aus einer Mitteilung vom Mittwoch hervorgeht. Damit soll das Festival "langfristig konsolidiert werden".

Um den Festspielen ihre inhaltliche Durchschlagskraft zu erhalten, erscheine es sinnvoll, die künstlerischen Kräfte stärker als bisher zu bündeln und den jeweiligen Themenfokus langfristiger zu erarbeiten. Damit der Festspielgedanke auch in den Jahren ohne Festspiele lebendig bleibt, wird in den Zwischenjahren der Zürcher Festpielpreis vergeben.

Hinter den Zürcher Festspielen stehen seit 1996 das Opernhaus, die Tonhalle, das Kunsthaus und das Schauspielhaus. Sie organisieren jeweils im Juni zusammen mit 25 weiteren Zürcher Kultureinrichtungen ein Kulturprogramm mit nationaler und internationaler Ausstrahlung.

Die Stadt Zürich unterstützt die Festspiele jährlich mit 300'000 Franken. Eine Erhöhung des Beitrages auf 500'000 Franken lehnte das Stadtparlament 2013 ab. Der Kanton Zürich beteiligt sich am Festival mit 1,1 Millionen Franken.

Die Finanzierung der Festspiele sei auch in Zukunft gesichert, hält der Stiftungsrat fest. Neben der Unterstützung durch die öffentliche Hand sei es in den vergangenen Jahren gelungen, durch Akquisition von zusätzlichen Sponsoren, privaten Unterstützern und Stiftungsgeldern die Festspiele auf eine solide Basis zu stellen.

Ursula Gut neue Stiftungsratspräsidentin

Neben den organisatorischen Anpassungen stehen bei den Festspielen Zürich auch personelle Veränderungen an. An der Spitze des Stiftungsrates stehen wird ab 1. September die ehemalige Zürcher Regierungsrätin Ursula Gut. Sie löst Peter F. Weibel ab, der am Ende der diesjährigen Ausgabe des Festivals altershalber zurücktritt.

Neuer Geschäftsführer wird Alexander Keil, der unter anderem für das Staatsschauspiel Dresden, die Bayreuther Festspiele sowie zuletzt für das Schauspielhaus Zürich gearbeitet hat.