Zürich
Fernwärmeversorgung soll für 235 Millionen Franken erweitert werden

Nach dem Gemeinderat wird auch das Stimmvolk darüber befinden müssen, ob die Fernwärmeversorgung in der Stadt Zürich für 235 Millionen Franken erweitert werden soll. Zudem soll das Kehrichtheizkraftwerk Josefstrasse für rund 20 Millionen Franken rückgebaut werden.

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Das Kehrichtheizkraftwerk Josefstrasse stellt voraussichtlich 2022 den Betrieb ein.

Das Kehrichtheizkraftwerk Josefstrasse stellt voraussichtlich 2022 den Betrieb ein.

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Das Kehrichtheizkraftwerk (KHKW) Josefstrasse wird voraussichtlich 2022 ausser Betrieb genommen und danach teilweise abgebrochen, wie der Stadtrat Zürich am Mittwoch mitteilte.

Damit die Versorgung des Fernwärmenetzes Zürich-West weiter gewährleistet werden kann, soll eine Verbindungsleitung für Fernwärme zwischen dem KHKW Hagenholz und dem KHKW Josefstrasse gebaut werden. Das Projekt beinhaltet auch eine Erweiterung in Richtung Wipkingen/Unterstrass, Aussersihl und Sihlquai. Dafür ist ein Verlängerungsstrang der Hauptleitung geplant.

Volksabstimmung nicht vor Juni 2018

Die Verbindungsleitung soll zwischen 2019 und 2022 erstellt werden. Ursprünglich war geplant, die Verbindungsleitung bis 2020 zu erstellen. Wegen der technischen und rechtlichen Komplexität des Vorhabens könne die Volksabstimmung aber nicht vor Juni oder September 2018 durchgeführt werden, heisst es weiter.

Dies hat gemäss Mitteilung eine Bauverzögerung um etwa ein Jahr zur Folge. Der gestaffelte Bau der Energiezentrale und der Rückbau der Anlagen des KHKW Josefstrasse sollen zwischen 2019 und 2024 erfolgen.

Das bestehende KHKW wird mehrheitlich abgebrochen. Einzelne Gebäudeteile können in den Neubau einer Energiezentrale integriert werden. Ein Teil des Werkareals kann neu genutzt werden.

Der Stadtrat beantragt dem Gemeinderat für die Erweiterung der Fernwärmeversorgung einen Objektkredit von 235 Millionen Franken, davon 50 Millionen Franken für die Errichtung einer Vorfinanzierung. Für den Rückbau des KHKW Josefstrasse bewilligt der Stadtrat gebundene Ausgaben von 20,844 Millionen Franken.