Nach dem Bezirksrat Pfäffikon plädiere auch der Regierungsrat für eine enge Interpretation des Begriffs "Wohltätigkeit", heisst es in einer Mitteilung der Gemeinde vom Montag. Künftig könnten somit die Mittel aus dem Nachlass nicht mehr für "unterstützungswürdige Projekte kultureller oder sportlicher Art" eingesetzt werden.

Der Gemeinderat bedauert diesen Entscheid. Er ist nach wie vor der Meinung, dass auch ausgewählte kulturelle Anlässe und sportliche Tätigkeiten, insbesondere von Vereinen, wohltätig, beziehungsweise gemeinnützig sein können und unterstützungswürdig sind.

Nach dem Entscheid des Regierungsrat werde sich der Gemeinderat jedoch selbstverständlich an die "Interpretation des mutmasslichen Willens des Erblassers halten". Mit einem Reglement sollen nun die Rahmenbedingungen für die Auszahlung von Unterstützungsleistungen für wohltätige Zwecken geregelt werden.

Fehraltorf hatte 2004 aus einem Legat 700'000 Franken einer Sonderrechnung zugewiesen, die als "Stiftung für soziale, kulturelle und gemeinnützige Zwecke" bezeichnet wurde. Daraus wurden verschiedene sportliche Projekte und Sportler, aber auch die Sanierung der Tennisplätze oder eine Platzbeleuchtung für den Fussballklub unterstützt.

Gegen diese Praxis hatten drei Stimmbürger eine Aufsichtsbeschwerde eingereicht und Recht bekommen. Der Bezirksrat kam zum Schluss, mit ihrer Zweckauslegung habe die Gemeinde ihr Ermessen deutlich überschritten und dem Willen des Erblassers zu wenig Rechnung getragen. Das Legat dürfe nicht für kulturelle und sportliche Zwecke verwendet werden.