In Dietikon existieren verschiedene Parkgaragen mit individuellen Zugängen. Zwei von ihnen, Central und Löwenzentrum, sind unterirdisch miteinander verbunden. Aus Sicht des Stadtrats hat sich diese 2012 realisierte Massnahme bewährt.

«Mit der Verbindung der beiden Parkgaragen konnte die Ausfahrt aus dem Löwenzentrum in die Löwenstrasse aufgehoben werden. Die Achse zwischen Kirchplatz und Kronenplatz ist seit diesem Zeitpunkt vom Parkverkehr entlastet», schreibt er in seiner Antwort auf eine Kleine Anfrage von FDP-Gemeinderat Olivier Barthe.

Die verkehrsberuhigte Situation werde von Kundinnen und Kunden sowie Passanten als sehr positiv empfunden und schaffe eine grössere Aufenthaltsqualität und Verkehrssicherheit für die Fussgängerinnen und Fussgänger in der Löwenstrasse.

Trotz der guten Erfahrungen wird es in absehbarer Zeit aber wohl keine weiteren Verbindungen zu anderen Parkgaragen geben. Gerade das war aber das Anliegen von Barthes Vorstoss. Solche Verbindungen könnten helfen, das Verkehrsaufkommen im Zentrum zu reduzieren, ist er überzeugt.

Deshalb wollte er vom Stadtrat unter anderem wissen, welche nationalen, kantonalen oder privaten Finanzierungsquellen mobilisiert werden könnten, um weitere Parkgaragen zu verbinden. Zudem interessierte ihn, inwiefern im Rahmen grösserer kantonaler Bauvorhaben im Limmattal solche Verbindungen mit wenig oder ohne Kostenbeteiligung realisiert werden könnten.

Keine Finanzierungsquellen

Laut Stadtrat existieren jedoch weder auf Bundes- noch auf kantonaler Ebene gesetzliche Grundlagen für eine Kostenbeteiligung an Parkgaragen beziehungsweise deren unterirdischer Verbindung. «Ausnahmen für die Mit-Finanzierung kommunaler Bauvorhaben ergeben sich, wenn für den Kanton beziehungsweise den Bund selber aus einer kommunalen Investition ein Mehrwert resultiert», schreibt der Stadtrat.

Eine private Finanzierung von Parkgaragenverbindungen sei nicht realistisch, da sich für die privaten Eigentümer aus der Verbindung von Tiefgaragen keine wesentlichen Vorteile ergeben würden. «Aus städtischer Sicht ist die Parkgarage Kirchplatz die einzige Anlage, welche noch an das bestehende System der Parkgaragen Löwenstrasse/Central angebunden werden könnte», heisst es in der stadträtlichen Antwort weiter.

Wie alle anderen Parkgaragen, mit Ausnahme jener unter dem Stadthaus, befindet sich auch die Anlage Kirchplatz in privater Hand. Die technische Machbarkeit ihrer Verbindung mit den beiden anderen Parkgaragen hält der Stadtrat für prüfenswert.

Würde man diese Verbindung erstellen, könnte man die heutige Ausfahrt der Parkgarage Kirchplatz in die Löwenstrasse schliessen. «Mit dieser Lösung würde die geplante Begegnungszone zwischen Kirchplatz und Kronenplatz dauerhaft an Attraktivität und Sicherheit für den Langsamverkehr gewinnen», schreibt der Stadtrat.

Allerdings müsste die Stadt das Projekt wohl selber finanzieren. So wie sie es schon bei der Verbindung der Anlagen Central und Löwenzentrum getan hatte. Denn der Stadtrat glaubt nicht, dass sich weitere Parteien an einem Anschluss der Parkanlage Kirchplatz an diejenige beim Löwenzentrum/Central beteiligen werden.

«Für diese Verbindung werden wohl keine Finanzierungsquellen durch den Kanton beziehungsweise die Limmattalbahn AG mobilisiert werden können, da sich für beide kein Mehrwert in Bezug auf ihre eigenen Bauprojekte ergibt», schreibt der Stadtrat.