Stadtwerk Winterthur
FDP und SVP erstatten Strafanzeige gegen Direktorium

Stadtwerk Winterthur kommt nicht aus den Schlagzeilen: Die Stadtparteien FDP und SVP erstatten gemeinsam Strafanzeige gegen das Direktorium. Dies teilten die Parteien am Freitag mit.

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Die Kehrichtverbrennungsanlage der Stadtwerke Winterthur hat turbulente Zeiten hinter sich. Zur Ruhe kommt sie aber dennoch nicht. Eine Untersuchung soll klären ob unter anderem eine Veruntreuung oder ungetreue Geschäftsbesorgung begangen wurde.

Die Kehrichtverbrennungsanlage der Stadtwerke Winterthur hat turbulente Zeiten hinter sich. Zur Ruhe kommt sie aber dennoch nicht. Eine Untersuchung soll klären ob unter anderem eine Veruntreuung oder ungetreue Geschäftsbesorgung begangen wurde.

Zürcher Abfallverwertungsverbund (ZAV)

Nach Ansicht der Parteien stellt sich nämlich die Frage, ob im Zusammenhang mit der Rechnungslegung, bei der Vergabe von Naturalgeschenken, dem Abschluss von Sponsoringverträgen respektive bei den Lohnmassnahmen von den Verantwortlichen Urkundendelikte oder Vermögensdelikte - insbesondere Veruntreuung oder ungetreue Geschäftsbesorgung - begangen wurden.

Aufzuklären seien insbesondere auch allfällige weitere und länger zurückliegende strafrechtlich relevante Vorkommnisse bei Stadtwerk Winterthur zulasten der Steuerzahler. "Dass es solche gibt, ist aufgrund des selbstherrlichen Gebarens und der Selbstbedienungsmentalität, welche in der Führungsetage von Stadtwerk Winterthur geherrscht hat, jedenfalls nicht auszuschliessen", heisst es in der Mitteilung.

Stadtwerk Winterthur hat ein turbulentes Jahr hinter sich: So wurde im Zuge der Wärmering-Affäre der Direktor abgesetzt und die Abteilung unter eine Interims-Leitung gestellt. Ende Juni zeigte sich Stadträtin Barbara Günthard-Maier (FDP) überzeugt, dass politisch das Vertrauen teilweise wieder hergestellt und auch bei Stadtwerk wieder Ruhe eingekehrt seien.