Nachdem FDP-Nationalrätin Doris Fiala auf eine Kandidatur für das Zürcher Stadtpräsidium verzichtet hat, richtet sich nun der Blick auf den zweiten bekannten Stadtzürcher Freisinnigen: Nationalrat Filippo Leutenegger. Der ehemalige TV-Moderator äusserte sich seit Fialas Verzicht nicht zu seinen Ambitionen - er war diese Woche mit Bundesrätin Doris Leuthard in China.

Am Sonntagabend hat Leutenegger nun offiziell Interesse an einem Sitz im Zürcher Stadtrat angemeldet. Seine Kreispartei 7 + 8 hat ihn gemäss einer Mitteilung einstimmig als Kandidaten vorgeschlagen. Mit dem erfahrenen Bundespolitiker solle das einseitige, links-grüne Übergewicht im Stadtrat korrigiert werden.

Kandidaten-Suche läuft auf Hochtouren

Als Nationalrat habe er bewiesen, dass er einen respektvollen Umgang pflege und gleichzeitig stets seinen Überzeugungen folge, schreibt die FDP 7 + 8 über den ehemaligen Fernsehmoderator. Bis kommenden Sonntagabend können sich potenzielle Kandidaten bei der Partei melden.

Wer als Kandidat nominiert wird und um einen Sitz oder gar das Stadtpräsidium kämpfen soll, gibt die Partei aber erst im September bekannt. Seit dem Sieg von AL-Kandidat Richard Wolff bei den vergangenen Stadtratswahlen ist die FDP nur noch mit Andres Türler in der Stadtregierung vertreten.

Schwergewicht gesucht

Am 3. September findet die Nominationsversammlung statt. Stadtparteipräsident Michael Baumer: «Dann entscheiden wir, ob wir mit einem, zwei oder drei Kandidaten ins Rennen steigen - und ob wir auch fürs Stadtpräsidium antreten.» (sda/rsn)