Sie will verhindern, dass sich die Limmatstadt zu einer Schlaf-, Freizeit- und Verwaltungsstadt entwickelt.

Mit dem Slogan «Meh blau für Züri» hat die FDP vor knapp einem Monat den Wahlkampf für die Gemeinde- und Stadtratswahlen vom 9. Februar 2014 gestartet.

An den damals formulierten Hauptzielen hat sich nichts geändert: 20 Sitze im Gemeinderat - drei mehr als heute - den zweiten Sitz im Stadtrat zurück, und Filippo Leutenegger soll das Stadtpräsidium von Corine Mauch (SP) erobern.

Vertreter der Gemeinderatsfraktion haben am Dienstag ergänzend dazu dargelegt, wie «Mehr Stadt für Zürich» erreicht werden soll. Damit Zürich für Familien attraktiv sei und sich entwickeln könne, fordert die FDP-Fraktion die Weiterentwicklung der Blockzeiten zu Halbtagesschulen.

Gemeinderätin Cäcilia Hänni-Etter schwebt eine Schulzeit von 8 bis 14 oder 15 Uhr vor, wie sie ausführte. Nach der offiziellen Blockzeit der Schule liege die Betreuung - durch wen auch immer - dann wieder in der Verantwortung der Eltern.

2000 neue KMU

Laut Gemeinderat Marc Bourgeois sind in den letzten Jahren sieben Prozent der Gewerbebetriebe aus der Stadt weggezogen. Zudem habe Rot-Grün keine Antwort auf die Herausforderungen durch die Schrumpfung des Finanzplatzes.

Die FDP-Fraktion fordert deshalb die Schaffung von Rahmenbedingungen, die den Zuzug von 2000 KMU innerhalb der nächsten vier Jahre ermöglichen. Momentan hat es in Zürich rund 26'000 KMU.

Es sei auch wichtig, dass der mit 86,2 Prozent angenommene KMU-Artikel endlich konsequent umgesetzt werde, sagte Bourgeois weiter. Dazu brauche es Raum und Handlungsspielraum für das Dienstleistungs- und Produktionsgewerbe.

Ein prosperierendes Zürich brauche auch eine optimale Durchmischung von Wohnen und Arbeiten in der Stadtentwicklung, sagte Gemeinderat Severin Pflüger. Unter der Forderung «Mehr Grünraum!» will sich die FDP unter anderem für die Aufstockung bestehender Gebäude um bis zu zwei Stockwerke stark machen. So würde weniger Bauland gebraucht.

Mehr Wohnraum zu schaffen ist laut Pflüger die einzige Möglichkeit, um auch günstige Wohnraum zu erhalten. Der Preis fürs Wohnen hänge einzig von Angebot und Nachfrage ab, betonte Pflüger.