12,9 Grad betrug die Durchschnittstemperatur im April 2018 beim Flughafen Zürich. Das sind 4 Grad mehr als das April-Mittel der letzten 30 Jahre. Zum Rekordapril aus dem Jahr 2007 fehlte nur 0,4 Grad. Ähnliche Zahlen melden auch Aarau (13,1) und Basel (14,2). Wie MeteoNews mitteilt, war der April 2018 schweizweit deutlich zu warm. 

In der Ostschweiz, wie beispielsweise in St. Gallen und Vaduz, schlägt der April 2018 sogar den Rekord aus dem Jahre 2007 und geht somit als wärmster April in die Geschichtsbücher ein. Die Temperaturen des Monats April bewegten sich hier auf einem sonst für Mai üblichen Niveau. Auch in den Bergen wurde das Temperaturmittel deutlich übertroffen. Einzig im Tessin war der Temperaturüberschuss mit gut 2,5 Grad etwas weniger hoch.

Grund für die positiven Abweichungen waren einerseits der lang anhaltende Hochdruckeinfluss sowie ausbleibende Kaltlufteinbrüche. Interessant ist auch die Betrachtung der Anzahl Sommertage (Temperaturen über 25 Grad). In Sion beispielsweise gibt es normalerweise knapp einen Sommertag im April, dieses Jahr wurden elf Sommertage gemessen. Auch in Zürich wurden dieses Jahr fünf Sommertage registriert, was 15 mal mehr ist als im Durchschnitt. In Aarau stieg das Thermometer an drei April-Tagen auf über 25 Grad an.

Regen bleibt aus

Auch die Niederschlagsmengen wichen im April mit Ausnahme vom Tessin deutlich vom Durchschnitt ab. Auf der Alpennordseite fielen verbreitet nur 15 bis 45 Prozent des normalerweise üblichen Niederschlags. Das bestätigen die Beispiele Aarau (24 Prozent), Basel (23 Prozent) und Zürich (17 Prozent). Auch hier spielte der häufige Hochdruckeinfluss eine Rolle, es kamen kaum Regenfronten über die Schweiz. Auch die wiederholt auftretende südliche Strömung brachte trockene Luftmassen in den Norden.