Es gibt zwar punktuelle Erfolge, aber dennoch nimmt die Biodiversität weiter ab. Im Kanton Zürich ist fast die Hälfte aller Lebensraumtypen bedroht. Dies zeigt der Umweltbericht 2018, der sich unter anderem mit Siedlungsentwicklung, Landwirtschaft, Lärm, Luft, Strahlung, Klimawandel, Gewässer, Rohstoff und Abfall beschäftigt.

Die bisherigen Anstrengungen zum Erhalt der Biodiversität reichen für eine Trendwende nicht aus. Bei vielen Arten sinkt die Anzahl der Individuen nach wie vor stark, wie der Regierungsrat am Donnerstag mitteilte. Betroffen davon sind viele für das Kulturland typische Arten, wie die Feldlerche, deren Bestand in den vergangenen zehn Jahren um mehr als die Hälfte eingebrochen ist.

Einer der Gründe dafür ist, dass immer mehr wichtige Lebensräume, wie Hecken, Säume und wenig genutzte Randflächen verloren gehen. Ausserdem finden die Lerchen weniger zu Fressen, was mit dem Einsatz von Pflanzenschutzmitteln und Düngern zusammenhängt.

Deren Verwendung soll daher zukünftig gezielter erfolgen, heisst es in der Mitteilung. Beispiele zeigen, was die Landwirtschaft bereits unternommen hat und wie landwirtschaftliche Betriebe klimafreundlicher werden können.

Spürbarer Klimawandel

Eine zentrale Herausforderung bleibt die Reduktion von Treibhausgasen, wie es in dem Bericht heisst. Es brauche weiterhin grosse Anstrengungen, um die Folgen des Klimawandels zu beschränken. Häufigere Hitzeperioden machen den Menschen vor allem in Städten zu schaffen. Bebauungen, die für Durchlüftung sorgen, Beschattung und Begrünung sollen für Ausgleich sorgen.

Der Umweltbericht nimmt auch die Lärm- und Strahlenbelastung unter die Lupe. Die geforderte Siedlungsentwicklung nach innen dürfe nicht zu mehr Lärmbetroffenen führen. Ausserdem brauche es den Schutz und die Förderung von Ruheinseln und zwar sowohl im Siedlungs- als auch in Naherholungsgebiet.

Mit der Einführung des neuen Mobilfunkstandards 5G wird es mehr Mobilfunkantennen geben. Um die Strahlenbelastung weiterhin unterhalb der Grenzwerte zu halten, müssen die Anlagen konsequent kontrolliert werden empfiehlt der Bericht.