Schiesserei
Familie des angeschossenen Äthiopiers kritisiert Polizeiverhalten

Am Sonntagmorgen gaben Zürcher Stadtpolizisten in Wiedikon 13 Schüsse auf einen Mann ab, der mit einem Messer auf sie zurannte. Nun redet die Familie des Verletzen.

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Mit 13 Schüssen haben zwei Polizisten einen Mann gestoppt, der mit einem Fleischermesser auf sie losging.
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Schiesserei in Zürich-Wiedikon
Schiesserei in Zürich-Wiedikon
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Schiesserei in Zürich-Wiedikon

Mit 13 Schüssen haben zwei Polizisten einen Mann gestoppt, der mit einem Fleischermesser auf sie losging.

newspictures.ch/Johannes Dietschi

Der Äthiopier rannte am vergangenen Sonntagmorgen mit einem Fleischermesser auf Polizisten zu. Diese zogen ihre Schusswaffen und feuerten 13 Schüsse auf den 42-Jährigen ab, der angeblich „Allahu akbar“ gerufen haben soll.

Gestern Dienstag durften die Familienangehörigen den Mann im Spital besuchen und kritisierten die Polizeitaktik gegenüber blick.ch schwer.

Mit zwei Pistolen auf einen Mann mit einem Messer zu schiessen, sei unverhältnismässig. Laut medizinischem Bericht wurde der Mann von sechs Kugeln getroffen. Drei traten in die Arme ein, zwei in den Magenbereich und eine ins Bein.

Der Äthiopier lebt seit 14 Jahren in der Schweiz und hat bis vor wenigen Monaten als Koch gearbeitet. Er hatte psychische Probleme nahm Psychopharmaka.

Der Angeschossene ist unter starkem Medikamenteneinfluss und noch nicht ansprechbar.