Zürich
Fall Mörgeli: Ex-Chef wegen Strafverfahren weiter ohne Chef-Funktion

Der Fall Christoph Mörgeli wirft auch zehn Monate nach der Entlassung als Konservator des Medizinhistorischen Museums noch hohe Wellen. Das laufende Strafverfahren wirkt sich nun auch auf die Nachfolge aus.

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Christoph Mörgeli in der Rundschau

Christoph Mörgeli in der Rundschau

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Die Streitigkeiten um SVP-Politiker Christoph Mörgeli wollen nicht zur Ruhe kommen. Laut Tagesanzeiger wirken sich das Strafverfahren wegen Amtsgeheimnisverletzung als auch ein Rekursverfahren von Mörgeli auf die Führung des Medizinhistorischen Instituts aus.

Nach dem Rücktritt von Flurin Condrau als Leiter des Instituts im letzten November, ist Johann Steurer, Leiter des Zentrums für praxisorientierte Forschung und Wissenstrasfer am Unispital Zürich, eingesprungen.

Nathalie Huber, Mediensprecherin der Uni Zürich gab nun auf Anfrage des Tagesanzeigers bekannt, dass Steurer ein halbes Jahr anhängen wird. Wie schon in den vergangenen Monaten wird sich Condrau bis Januar 2014 weiterhin auf die Forschung und Lehre beschränken.

Damit wurde die Dispensation Condraus um ein halbes Jahr verlängert. Die Beteiligten hätten sich in gegenseitigem Einvernehmen auf einen entsprechend tieferen Lohn geeinigt. Condrau sei jedoch nicht vom laufenden Strafverfahren betroffen.

Das hängige Strafverfahren gegen die beiden Institutmitarbeiter soll laut dem Oberstaatsanwalt Andreas Eckert bis im Herbst abgeschlossen sein.

Mörgelis Anwalt Manfred Küng hätte das Resultat gerne ins Rekursverfahren aufgenommen, so der Tagesanzeiger. Eine entsprechende Sistierung wurde tatsächlich gewährt, vor einigen Wochen aber wieder aufgehoben.

Mörgeli und sein Anwalt kämpfen neben zusätzlichen Monatslöhnen auch um die Rückkehr an den Arbeitsplatz. (rom)