Der Kanton Zürich wird am Montag die Gemeinden informieren, dass er wieder Kosten für Heimplazierungen von Kindern und Jugendlichen innerhalb des Kantons übernimmt. Wie Sozialamtsvorsteher Ruedi Hofstetter gegenüber der «NZZ am Sonntag» bestätigt, werden die Zahlungen wieder getätigt, die Anfang 2013 gestoppt wurden.

Damit reagiere man auf ein Urteil des Verwaltungsgerichts. Hofstetter rechnet mit jährlichen Mehrausgaben im einstelligen Millionenbereich. Von der neuen Regelung profitiert auch die Gemeinde Hagenbuch, die kürzlich wegen einer eritreischen Flüchtlingsfamilie in die Schlagzeilen geraten ist. Vier der sieben Kinder wurden in Heimen plaziert.

Nach seinem Entscheid übernimmt der Kanton nun die Platzierung des ältesten Kindes, ebenso wie Sozialhilfe und Familienbegleitung, wie Hofstetter in der «NZZ am Sonntag» bestätigt. Das entspricht etwa der Hälfte der Gesamtkosten von schätzungsweise 600'000 Franken pro Jahr. Bei der Gemeinde verbleiben Schulheimkosten für drei Kinder.