«Extinction Rebellion»
Rebellion an der Bahnhofstrasse: 43 Klima-Aktivistinnen und -Aktivisten werden nun Staatsanwaltschaft zugeführt

Am Montag wurden die Bahnhofstrasse und die Uraniastrasse in Zürich stundenlang durch einen Sitzstreik blockiert. Dahinter steckte die Umweltgruppe Extinction Rebellion. Nun werden 43 Beteiligte der Staatsanwaltschaft zugeführt.

Laura Drott
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Die Bahnhofstrasse wurde erst gegen 17 Uhr wieder für den Verkehr freigegeben.

Die Bahnhofstrasse wurde erst gegen 17 Uhr wieder für den Verkehr freigegeben.

Keystone

Am Montag wurden mehrere Strassen in der Zürcher Innenstadt über Stunden durch einen Klima-Sitzstreik der Umweltgruppe Extinction Rebellion blockiert. Diese fordert den Ausruf des Klimanotstandes und entsprechende Sofortmassnahmen. Die Stadtpolizei Zürich musste vermehrt Demonstrierende, die die Strassen nicht freiwillig verlassen wollten, wegtragen.

Insgesamt kam es im Laufe des Tages zu 134 Festnahmen, darunter 67 Frauen und 67 Männer. Sechs Beteiligte, die auf die Polizeiwache begleitet wurden, waren zudem minderjährig. Am Dienstagmorgen teilte die Stadtpolizei Zürich mit, dass sich 43 Aktivistinnen und Aktivisten weiterhin in Haft befinden und bereits der Staatsanwaltschaft zugeführt wurden. Über das weitere Vorgehen wird noch entschieden.

Die Polizei versuchte den Nachmittag hindurch mit Aufforderungen und Wegweisungen die Sitzblockade aufzulösen. Auch diverse Demonstrationsmaterialien wurden im Anschluss sichergestellt, wie ein Boot und Transportanhänger. Weitere Versammlungen in der Zürcher Innenstadt konnten am Abend verhindert werden.

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