Stipendien
Existenzsichernde Stipendien künftig nur noch bis zum 25. Geburtstag

Studierende, die im Kanton Zürich Stipendien beziehen, sollen schauen, dass sie mit ihrem Studium in angemessener Frist fertig werden. Die Reform des Stipendienwesens sieht eine Altersgrenze für existenzsichernde Ausbildungsbeiträge vor.

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(Symbolbild)

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Keystone

Die Reform geht jetzt bis Mitte November in die Vernehmlassung.

Existenzsichernde Stipendien soll es künftig nur noch bis zum 25. Geburtstag geben. Bis dann sei in der Regel ein Studienabschluss möglich, heisst es in einer Mitteilung der kantonsrätlichen Kommission für Bildung und Kultur (KBIK) vom Freitag.

Ältere Studierende sollen zwar immer noch Stipendien erhalten - aber weniger. Sie müssen also selbst mehr verdienen. In die Vernehmlassung gehen zwei Varianten für diese Regelung.

Die eine sieht vor, dass die Altersgrenze erhöht werden kann, wenn für die Verlängerung des Studiums triftige Gründe vorliegen - etwa Militärdienst, Familienpflichten oder Krankheit. Die andere gibt den Studierenden die Wahl zwischen gekürzten Stipendien oder einem existenzsichernden Darlehen, das sie später zurückzahlen.

Ab dem 35. Geburtstag ist dann endgültig Schluss mit Stipendien. Dann sieht das reformierte Stipendienwesen nur noch rückzahlbare Darlehen vor, wie es in der Mitteilung heisst.

Die vorgeschlagenen Änderungen bringen gemäss Berechnungen der Bildungsdirektion Mehrkosten von 5 bis 7 Millionen pro Jahr. Sie sollen laut Mitteilung das Stipendienwesen schlanker und transparenter machen. Mehr Studierende sollen Zugang zu Ausbildungsbeiträgen erhalten, und es sollen mehr Ausbildungsgänge stipendienberechtigt werden.