Bezirksgericht Zürich
Ex-«General Aviation Center»-Geschäftsführer zu 24 Monaten verurteilt

Das Bezirksgericht hat am Donnerstag einen ehemaligen Geschäftsführer des "General Aviation Centers" wegen Betrugs zu einer Freiheitsstrafe von 24 Monaten verurteilt. Der Mann war hoch verschuldet und hatte Online-Versandhäuser betrogen.

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Der ehemalige Geschäftsführer des "General Aviation Centers" am Flughafen Zürich musste sich vor dem Bezirksgericht verantworten (Symbolbild).

Der ehemalige Geschäftsführer des "General Aviation Centers" am Flughafen Zürich musste sich vor dem Bezirksgericht verantworten (Symbolbild).

Keystone

Der heute 33-Jährige wurde wegen gewerbsmässigen Betrugs, Veruntreuung und Diebstahls zu einer teilbedingten Freiheitsstrafe verurteilt. Acht der 24 Monate muss er absitzen. Seit seiner Festnahme im August 2014 sitzt er in Untersuchungshaft.

Der Beschuldigte war ab Frühling 2012 als Geschäftsführer des "General Aviation Centers" am Flughafen Zürich tätig. Bereits damals hatte der Marketing-Manager im Privatleben hohe Geldschulden angehäuft. "Mir ist bewusst, dass ich da kriminell geworden war", sagte der Mann am Donnerstag vor Gericht.

In diesem Zeitraum begann der Mann mehrere Online-Versandhäuser regelmässig hinters Licht zu führen. Er bestellte verschiedene elektronische Geräte, bezahlte aber die Rechnungen dafür nicht. Die Handys und Computer verkaufte er schliesslich gewinnbringend zu günstigen Preisen. Nach einer ersten Deliktserie betrug der Schaden rund 27'000 Franken.

Trotz seiner Entlassung und der Einleitung eines Strafverfahrens machte der Beschuldigte im Frühling 2014 weiter mit den Betrügereien. In diesem Fall betrug der Schaden über 35'000 Franken. Hinzu kamen weitere Delikte, unbezahlte Hotelrechnungen und ein Diebstahl.

Die Betrügereien nutzte der Mann, um seinen hohen Lebensstandard zu wahren. Der einsichtige Beschuldigte gab die Delikte alle zu. Dennoch fiel der Strafantrag der Anklage mit 28 Monaten relativ hoch aus. Die Verteidigung hingegen verlangte nur eine bedingte Geldstrafe von 210 Tagessätzen zu zehn Franken.

Der ehemalige Geschäftsführer hat für die Zeit nach der Haftentlassung bereits eine Stelle als Projektleiter in Aussicht. Er wolle dann für den angerichteten Schaden aufkommen und ein Leben im Sinne von Ehrlichkeit, Respekt und Vertrauen führen, sagte der Mann vor Gericht.