"Es stimmt, dass die Anzeige zurückgezogen wurde", sagte Vogels Anwalt Duri Bonin am Freitag zu einem entsprechenden Bericht des Nachrichtenportals watson. Damit entfällt die auf den 29. April vorgesehene Verhandlung am Bezirksgericht Zürich.

Details zum Rückzug gab Bonin nicht bekannt. Es sei Stillschweigen unter den Parteien vereinbart worden, sagte er auf Anfrage der Nachrichtenagentur sda.

Erich Vogel war im vergangenen November vom Bezirksgericht wegen Gehilfenschaft zu versuchter Erpressung schuldig gesprochen worden. Das Gericht verurteilte ihn zu einer bedingten Geldstrafe. Dieses Urteil hat Vogel an das Obergericht weitergezogen.

Dem 75-jähren ehemaligen Fussballmanager war vorgeworfen worden, 2013 dem Luzerner Spielervermittler Peter Bozzetti beim Versuch geholfen zu haben, YB-Sportchef Fredy Bickel zu erpressen.

In der Anklageschrift hatte Vogels Anwalt auf zwei Telefonate vom 4. und 9. September 2013 hingewiesen, die über Lautsprecher mitverfolgt worden seien. Die von diesen Gesprächen gemachten Notizen seien dann der Kantonspolizei Zürich übergeben worden.

Die Notizen waren ohne das Wissen von Vogel gemacht worden. Sein Anwalt machte deshalb geltend, die beiden Anwälte hätten sich des mehrfachen Abhörens, Auswertens und Bekanntgabe fremder, nicht öffentlicher Gespräche schuldig gemacht.