Der neue ewz-Tarif sei auf die besonderen Bedürfnisse des Kleingewerbes zugeschnitten. Er erlaube zudem eine einheitliche und transparente Verrechnung, hält der Stadtrat in einer Mitteilung vom Mittwoch fest.

Das Verteilnetz der Stadt Zürich gehört dem ewz, das die Nutzung zu einem bestimmten Tarif in Rechnung stellt. Es gibt aber auch Netze für die Feinverteilung in kleineren, abgeschlossenen Gebieten, die Dritten gehören und von diesen betrieben werden.

Diese Arealnetze sind über eigene Transformatorenstationen an das ewz-Verteilnetz angeschlossen. Die Betreiber dieser Netze bezahlen dem ewz die Netznutzung zu einem Mittelspannungstarif.

ewz-Tarif für HB-Läden

In einzelnen Fällen kommt es gemäss Stadtrat vor, dass sich in einem Arealnetz noch weitere Kunden befinden, die über das Arealnetz Energie in Niederspannung beziehen.

Ein typisches Beispiel dafür seien die zahlreichen Dienstleistungsbetriebe, Restaurants und Läden im Arealnetz der SBB im Hauptbahnhof. Bisher verfügte das ewz über keinen geeigneten Tarif, der dieser speziellen Situation gerecht wird.

Wenn das ewz den Stromverbrauch von Kunden eines Arealnetzes misst, muss es einen Mittelspannungstarif verrechnen, weil diese Kunden das Verteilnetz des ewz nur bis zur Transformatorenstation nutzen. Die Nutzung der Niederspannungsleitung musste bisher zwischen dem Arealnetzbetreiber und den Kunden vereinbart werden.

Neu soll nun das ewz direkt mit den Endkunden abrechnen können. Der dazu notwendige Tarif muss vom Gemeinderat noch genehmigt werden.