Das Holzheizkraftwerk in Ilanz mit Fernwärmenetz soll über 45 lokale Institutionen, Unternehmen und Private mit Wärme versorgen, darunter das Regionalspital Surselva, das Alters- und Pflegeheim, das Pfrundhaus oder städtische Gebäude wie das Schulhaus oder das Rathaus.

Dank der Nutzung von Holz als Energieträger kann die Wärme zu mindestens 80 Prozent CO2-neutral und nachhaltig produziert werden. Wie das ewz weiter schreibt, wird dadurch der CO2-Ausstoss pro Jahr um 1600 Tonnen reduziert. Die erste Wärmelieferung ist für die Heizperiode 2014/2015 vorgesehen.

Insgesamt investiert das ewz 17 Millionen Franken in Ilanz. 10 Millionen sind vorgesehen für den Bau des Heizkraftwerks, 4 Millionen für den Leitungsbau und 3 Millionen Franken für die Erstellung von Unterstationen.

Mehrere Verbunde

Der Baustart in Ilanz bedeutet für das ewz den Auftakt für die Realisierung einer Serie von Wärmeverbunden in Graubünden. Ein Verbund, jener in Fläsch in der Bündner Herrschaft mit elf Liegenschaften, ist schon in Betrieb. Laut ewz-Angaben sind drei weitere Wärmeverbunden in Planung. Vorgesehene Standorte sind Klosters, Cunter/Savognin und Splügen.

Vorläufig nicht gebaut wird der Wärmeverbund Lenzerheide Süd, es fand sich zu wenig interessierte Kundschaft. Das Projekt soll im Jahre 2016 neu evaluiert werden.