Zürcher Volksschule

EVP verlangt für Lehrer praxisnähere Bildung und höhere Löhne

Ein Lehrer in einer Schule (Symbolbild, Archivbild)

Ein Lehrer in einer Schule (Symbolbild, Archivbild)

Die EVP fordert bessere Rahmenbedingungen für Lehrerinnen und Lehrer. Die Aus- und Weiterbildung müsse praxisnäher, die Lektionenzahl gesenkt und die Löhne erhöht werden. Zudem seien aufwendige Reformen und administrative Abläufe zu hinterfragen.

Der Kanton Zürich brauche motivierte und engagierte Lehrkräfte, die auf hervorragende Rahmenbedinungen zählen könnten, hiess es am Freitag an einer Medienkonferenz der EVP. Der Beruf der Lehrerin und des Lehrers müsse wieder die gesellschaftliche Anerkennung erhalten, die er verdiene.

Die «Fähigsten im Lande» müssten wieder für den Lehrerberuf begeistert werden. Dafür seien aber die Löhne auf ein gegenüber der Privatwirtschaft konkurrenzfähiges Niveau anzuheben. Zudem sei eine schulische Entlastung nötig, zum Beispiel durch die Reduktion des Unterrichtspensums von 28 auf 26 Lektionen pro Woche.

Die hohe Belastung der Lehrpersonen habe unter anderem mit Problemen bei der Umsetzung aktueller Reformen zu tun. Die Neuerungen und Reformen müssten «auf eine verträgliche Art» umgesetzt werden, verlangt die EVP. Eine Denkpause verlangt die Partei bei der Umsetzung des integrativen Unterrichts.

Stärker an der Praxis orientieren

Die Lehrerbildung habe sich wieder stärker an der Praxis zu orientieren. In die wissenschaftliche Ausbildung seien mehr schulrelevante Themen zu intergrieren. Die EVP wünscht Dozenten, die längere schulpraktische Erfahrungen an der Volksschule haben.

Nötig sei auch eine sorgfältige Auswahl der Studierenden für den Lehrerberuf. Stärker gewichtet werden sollen nach Ansicht der EVP die Ausbildungsmodule für Klassenführung und Konfliktbewältigung. Zu reduzieren sei in der Ausbildung die grosse Zahl von praxisfernen schriftlichen Arbeiten.

Um dem Lehrermangel entgegenzuwirken sei die Zulassung von Quereinsteigern zu begrüssen. Trotz dem vorzeitigen beruflichen Einsatz dürften diese aber nicht davon entbunden werden, die notwendigen Ausbildungsmodule später nachzuholen.

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