Kanton Zürich
Events im Freien bleiben an hohen Feiertagen weiterhin verboten

Im Kanton Zürich dürfen an hohen Feiertagen auch in Zukunft keine Anlässe im Freien stattfinden. Der Kantonsrat hat am Montag eine Einzelinitiative der Freidenkerbewegung abgelehnt, welche die Abschaffung der hohen Feiertage forderte.

Drucken
Teilen
Der Kantonsrat spricht sich gegen die Abschaffung von hohen Feiertagen aus. Auch in Zukunft dürfen an Weihnachten, Ostern oder Pfingsten z.B. keine Fussballturniere im Freien veranstaltet werden. (Symbolbild)

Der Kantonsrat spricht sich gegen die Abschaffung von hohen Feiertagen aus. Auch in Zukunft dürfen an Weihnachten, Ostern oder Pfingsten z.B. keine Fussballturniere im Freien veranstaltet werden. (Symbolbild)

Die Einzelinitiative, die der Kantonsrat vor zwei Jahren noch knapp vorläufig unterstützte, wurde mit 121 zu 40 Stimmen abgelehnt. Das Parlament folgte damit dem Regierungsrat und der vorberatenden Kommission.

Ostern, Karfreitag, Pfingsten, Bettag und Weihnachten werden somit nicht normalen Sonntagen gleichgestellt. So ist im Kanton Zürich auch in Zukunft etwa an Pfingsten ein Hallen-Handballturnier erlaubt, ein Fussballturnier im Freien darf aber nicht durchgeführt werden.

Regierungsrat Ernst Stocker (SVP) war froh, dass der Kantonsrat die Abschaffung der hohen Feiertage ablehnte. Es gehe hier nicht um Events, sondern um Arbeitsbedingungen.

Die Gleichstellung mit normalen Sonntagen hätte bedeutet, dass das Arbeitsgesetz gelockert worden wäre. Jene, die schon vor Weihnachten viel gearbeitet hätten, wären dann auch noch am Weihnachtstag im Einsatz gestanden, sagte Stocker.

Andreas Kyriacou, der die Einzelinitiative eingereicht hatte, erwägt nun, das Volk über die Abschaffung der hohen Feiertage abstimmen zu lassen. Über Twitter kündigte er an, eventuell eine Volksinitiative zu lancieren.