Zürich
Europas Gewerkschaften operieren von Zürich aus

«Geld ist genug da. Zeit für Gerechtigkeit!» Unter diesem Motto mobilisieren die grossen Gewerkschaften aus der Schweiz, Deutschland und Österreich gemäss der Zeitung „Der Sonntag" gemeinsam.

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Gewerkschafts-Demo auf dem Bundesplatz in Bern

Gewerkschafts-Demo auf dem Bundesplatz in Bern

Keystone

Sie führen Anfang November eine Aktionswoche durch. Zürich bildet dabei den Auftakt: Hier treten Schwergewichte auf: Frank Bsirske, Vorsitzender der deutschen Grossgewerkschaft Verdi, Wolfgang Katzian, Vorsitzender der österreichischen Angestelltengewerkschaft GPA-djp, und Andreas Rieger, Co-Präsident der Unia.

Am 2. und 5. November folgen Medienkonferenzen in Berlin und Wien. Unter dem Motto «Geld ist genug da. Zeit für Gerechtigkeit!» protestieren die deutschsprachigen Gewerkschaften gegen Europas Sparpolitik. «Die einzige Medizin der EU heisst: sparen und nochmals sparen», heisst es im Aktionsaufruf. Diese Politik verschärfe die Krise. «Mit dramatischen Folgen", steht im Aufruf. „Bereits die Hälfte der Jungen in Griechenland und Spanien sind arbeitslos.»

Unia-Co-Präsident Andreas Rieger sagt: „Mit der Krise zeigte sich: Hängt der Süden ab, trifft es auch die Schweiz.» Gleichzeitig beschloss das Exekutivkomitee des Europäischen Gewerkschaftsbundes (EGB) am 17. Oktober, europaweit Streiks, Manifestationen, Versammlungen und andere Aktionen durchzuführen. Die europäischen Gewerkschaften solidarisieren sich damit mit ihren portugiesischen Kollegen, die an diesem Tag ihren Generalstreik durchführen.