Forschung
ETH Zürich intensiviert Forschung für Gesundheit und Umwelt

Die ETH Zürich eröffnet kommende Woche zwei neue Departemente: das Departement für Gesundheitswissenschaften und Technologie sowie das Departement Umweltsystemwissenschaften. Damit sollen Kräfte gebündelt und Schwerpunkte gesetzt werden.

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ETH Zürich

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Keystone

Globale Entwicklungen wie das Bevölkerungswachstum, die Klimaerwärmung oder der Verbrauch an nicht erneuerbaren Ressourcen verlangten von der Wissenschaft interdisziplinäre Lösungsansätze, heisst es in einer Mitteilung der ETH vom Mittwoch. Zudem erforderten der demografische Wandel und veränderte Lebensgewohnheiten eine ganzheitliche Betrachtungsweise.

Die ETH Zürich reagiere auf diese Herausforderungen, indem sie Institute und Forschende in den neu gegründeten Departementen besser vernetze und dadurch Forschung und Lehre in diesen Bereichen intensiviere.

Schutz und Nutzung der Natur unter einem Dach

Im Departement Umweltsystemwissenschaften (D-USYS) werden die traditionsreichen Agrarwissenschaften und die jungen Umweltwissenschaften zusammengeführt. Somit vereine das Departement den Gedanken des Schutzes und der Nutzung der Umweltsysteme unter einem Dach.

Gemäss Mitteilung analysieren die Wissenschaftler im Departement Umweltsystemwissenschaften den Zustand der Ökosysteme, verbessern die Qualität von Zukunftsszenarien und Modellierungen des Klimasystems, entwickeln Konzepte für das Welternährungssystem und erforschen, wie Ökosysteme langfristig funktionsfähig bleiben könnten. Dem Departement steht Professor Peter Edwards vor.

Mensch im Mittelpunkt

Das Departement für Gesundheitswissenschaften und Technologie (D- HEST) vereint Forschungszweige, die unmittelbar am oder mit Menschen arbeiten - beispielsweise Bewegungs-, Ernährungs- und Neurowissenschaften sowie die medizinische Orthopädie.

Aber auch Forschende, die einen Forschungsansatz an Modellorganismen verfolgen und die Ergebnisse auf den Menschen übertragen wollen, gehören zum neuen Departement. Geleitet wird es von Professor Wolfgang Langhans.

Wichtig sei zudem die Zusammenarbeit mit Partnern aus Wissenschaft und Industrie, heisst es in der Mitteilung weiter. Im Zentrum stehe der Wissens- und Technologietransfer in die Klinik. Die ETH-Wissenschaftler arbeiten eng mit der Universität Zürich und dem Universitätsspital zusammen.