Die Planung zeigt in erster Linie: Die ETH kann am Hönggerberg wachsen, ohne sich weiter auszubreiten. Bis ins Jahr 2040 kann sie den Platzbedarf des Campus decken, ohne ihren heutigen Perimeter zu überschreiten. ETH und Stadt Zürich teilten dies am Mittwoch gemeinsam mit.

Die Zauberworte heissen Innenentwicklung und Innenverdichtung. Die ETH will das Wachstum mit hoher städtebaulicher Qualität umsetzen. Das Areal wird dichter bebaut werden, und die Gebäude werden tendenziell höher sein.

Das sorgt für gemischte Gefühle bei den Nachbarn. Der Quartierverein Affoltern begrüsst in einer Mitteilung vom Mittwoch, dass der ETH Campus nicht mit Höngg oder Affoltern zusammenwachsen wird. Der Verein kritisiert jedoch, dass am Rand des Campus nach Affoltern hin ein Hochhaus von 60 bis 80 Metern Höhe gebaut werden soll. Denn: Der Hönggerberg sei laut Bau- und Zonenordnung kein Hochhausgebiet.

Ausserdem fordert der Quartierverein die ETH auf, zusammen mit den VBZ Lösungen für den öffentlichen Verkehr zu erarbeiten. Diese sollen vor den Ausbauplänen vorliegen. Heute schon seien die Busse der Linie 80 stark durch Studierende ausgelastet. Die ETH kündigte am Mittwoch ein Mobilitätskonzept für das Jahr 2017 an.