Bauprojekte

ETH will neuen Tunnelbahnhof und Metro-Linie in Zürich

Mit dem neuen Tunnelbahnhof hätten 450'00 Menschen im Kanton Zürich eine direkte Verbindung an die ETH. (Archiv)

Mit dem neuen Tunnelbahnhof hätten 450'00 Menschen im Kanton Zürich eine direkte Verbindung an die ETH. (Archiv)

Die ETH Zürich lanciert die Vision eines neuen Tunnelbahnhofs unter dem Hochschulquartier. Dieser würde 450‘000 Menschen im Kanton Zürich direkt an die ETH, die Universität und das Unispital anbinden und das Tramnetz und den Hauptbahnhof entlasten.

„Wir unterstützen die Idee eines neuen Bahnhofs in der Durchmesserlinie“, sagt Roman Boutellier, Vizepräsident Personal und Ressourcen der ETH in der „Schweiz am Sonntag“. Die Vision sei dem Zürcher Regierungsrat bei einer Begehung bereits vorgestellt worden. ETH-Verkehrsplaner Ulrich Weidmann schätzt die Kosten auf einen tiefen dreistelligen Millionenbetrag. „Mit dem neuen Bahnhof würde das Hochschulquartier zu einer der besterschlossenen und -gelegenen Flächen dieser Art“, sagt er.

In einer studentischen Arbeit wurde das Projekt analysiert. „Die Kapazität der S-Bahn würde zusammen mit dem weiterhin existierenden Tram mit Sicherheit langfristig ausreichen“, sagt Weidmann. Der Kanton Zürich zeigt sich interessiert: Eine allfällige Anbindung an die Durchmesserlinie werde „bedarfs- und phasenweise im Rahmen des Gebietsmanagements geprüft“, sagt Dominik Bonderer von der kantonalen Baudirektion dem Blatt. „Alle Beteiligten sind für innovative Lösungen offen“.

Zurzeit beschäftigt sich die Zürcher Regierung auch mit der Erschliessung des zweiten ETH-Standorts am Hönggerberg. Gemäss der Lokalzeitung „Zürich Nord“ haben drei FDP-Kantonsräte eine Anfrage eingereicht, in der sie vom Regierungsrat wissen wollen, wie er zur Idee einer Metro zwischen dem Hönggerberg und dem ETH-Zentrum steht. Über eine solche U-Bahn könnte auch der Standort Irchel der Universität angeschlossen werden. An beiden Standorten lernen je etwa Zehntausend Studenten. Auch hinter diesen Ideen steht die ETH Zürich: „Wir wären froh, wenn diese Linien gebaut würden“, sagt der ETH-Verantwortliche Roman Boutellier in der „Schweiz am Sonntag“. Sie würden die Erreichbarkeit des Standorts Hönggerberg deutlich verbessern.

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