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ETH-Tag 2010: Bundesrat Burkhalter lobt «Zentrum des Wissens»

Bundesrat Didier Burkhalter bei seiner Rede am ETH-Tag

Bundesrat Didier Burkhalter bei seiner Rede am ETH-Tag

Am traditionellen ETH-Tag hat Bundesrat Didier Burkhalter die ETH als Zentrum des Wissens in Europa gelobt. Sie habe zur Prosperität der Schweiz Wesentliches beigetragen. Gleichzeitig appellierte er an die Wissenschaftler, ihre Verantwortung gegenüber der Welt wahrzunehmen.

Die Forschenden der ETH leisteten ohne viel Aufhebens herausragende Arbeit, sagte der Vorsteher des Eidgenössischen Departements des Innern (EDI) am Samstag gemäss Redetext. Dabei seien sie nie alleine gestanden, sondern hätten stets den Austausch mit anderen Hochschulen, Forschungsanstalten und Firmen gepflegt.

Die nationale und internationale Vernetzung der ETH Zürich bezeichnete Burkhalter als "beeindruckend". Diese Kontakte seien wichtig in einer Zeit, in der auf der internationalen Bühne neue Partner in Wirtschaft, Politik und Wissenschaft auftauchten.

Heute und in Zukunft gelte es, im Bereich der "Wissenschaftsdiplomatie" Brücken zu schlagen zu Schwellenländern wie China, Indien oder Brasilien. Es gehe darum, diese aufstrebenden Länder als Partner anzuerkennen, ohne deshalb die traditionellen Beziehungen etwa zu den USA und Deutschland zu vernachlässigen.

Massnahmen zur Qualitätssicherung

Zur wachsenden Zahl europäischer Studierender an der ETH sagte Burkhalter, der Bundesrat werde deren Einfluss auf die Qualität der Studien aufmerksam analysieren. Falls nötig, werde man "notwendige Massnahmen" ergreifen, auch wenn diese unbeliebt seien.

Gleichfalls stellte der Departementschef eine ausreichende Finanzierung in Aussicht: Die Beiträge für Bildung und Forschung würden weiterhin stärker erhöht als in anderen Bereichen. Dies sei ein "bescheidenes, aber klares Zeichen", hielt Burkhalter fest.

Auf die Finanzierungsfrage kam auch ETH-Rektorin Heidi Wunderli-Allenspach zu sprechen. In ihrer Ansprache betonte sie, dass die Budgetmittel seit 2003 nur um 4 Prozent angestiegen seien. Gleichzeitig habe aber die Anzahl Studierender um 23 Prozent, jene der Professoren um 9 Prozent zugenommen.

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