Zürich

ETH-Studenten lehnen Erhöhung der Studiengebühren «vehement» ab

Der ETH-Rat habe den Schritt nicht ausreichend durchdacht, so der Vseth. (Symbolbild)

Der ETH-Rat habe den Schritt nicht ausreichend durchdacht, so der Vseth. (Symbolbild)

Die Studenten wehren sich gegen höhere Studiengebühren an der ETH Zürich und EPF Lausanne. Der Verband der Studierenden an der ETH (Vseth) lehnt die geplante Erhöhung um 500 auf 1660 Franken pro Jahr «vehement» ab und fordert einen Verzicht.

Der ETH-Rat habe den Schritt nicht ausreichend durchdacht und sei sich der Konsequenzen nicht bewusst, teilte der Vseth, die offizielle Vertretung aller Studierenden an der ETH Zürich, am Montag mit. Der Verband bezeichnet das Vorgehen des Rats als politisch motiviert und befürchtet, die Chancengleichheit werde untergraben.

Der Verband stützt sich dabei auf eine Umfrage, die er unter allen Studierenden der ETH Zürich durchgeführt hat - jeder Vierte nahm daran teil. Aus den Resultaten geht hervor, dass über 70 Prozent der Studierenden die Erhöhung ablehnen, obwohl die Mehrheit Studiengebühren grundsätzlich gutheisst.

Kaum Arbeit neben Studium

Zudem zeigt die Umfrage laut Vseth, dass neben einem ETH-Studium kaum gearbeitet werden kann. Denn im Durchschnitt investieren die Studierenden circa 50 Stunden pro Woche in ihr Studium. Eine Gebührenerhöhung wäre darum eine grosse Belastung für die Studierenden.

Vseth befürchtet daher, dass höhere Studiengebühren zu weniger Einschreibungen führen - insbesondere bei finanziell schwächeren Studierenden.

Der ETH-Rat hatte im September 2017 bekannt gegeben, dass er die Studiengebühren an der ETH Zürich und der EPFL in zwei Schritten ab Herbst erhöhen möchte. Der definitive Entscheid über die Gebührenerhöhung soll im Frühling 2019 erfolgen.

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