Energie
ETH-Forscher: Doppelte Batterieleistung dank neuem Material

Forschende der ETH Zürich sind auf ein Material gestossen, mit dem sich die Leistung heutiger Lithium-Ionen-Akkus in Handys oder Elektroautos dereinst möglicherweise verdoppeln lässt.

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Das Hauptgebäude der ETH Zürich.

Das Hauptgebäude der ETH Zürich.

Keystone

Auf das Material gestossen sind Chemiker und Materialforscher unter Leitung von Semih Afyon und Reinhard Nesper. Laut Afyon lässt sich das sogenannte Vanadat-Borat-Glas, das als Kathodenmaterial verwendet wird, günstig und einfach herstellen. Dies erhöhe die Chancen für eine industrielle Anwendung, heisst es im ETH-Newsletter vom Montag.

Die ersten Versuche mit dem neuen Material stimmen die Forscher zuversichtlich. Die Energie würde ihrer Ansicht nach reichen, um ein Handy eineinhalb Mal bis doppelt so lange mit Strom zu versorgen wie heutige Lithium-Ionen-Akkus.

Zudem könnte sich die Reichweite eines Elektroautos um das Eineinhalbfache vergrössern. "Noch sind diese Werte allerdings rechnerischer Natur", schreibt die ETH.

Ihr neues Material haben die Forscher bereits zum Patent angemeldet. Für die Entwicklung arbeiten sie zudem mit der Industrie zusammen. Bis sich ein solches Prinzip am Markt durchsetzt, dürfte es laut ETH 10 bis 20 Jahre dauern.