Regensdorf

Es geht weiter im Fall um das historische Bauernhaus

Der Ersatzbau soll «die Identität des ehemaligen Bauernhauses und die ehemaligen für das äussere Erscheinungsbild massgebenden Elemente grundsätzlich zu übernehmen».

Im alten Dorfkern klafft noch immer eine Lücke, wo einst die Fröschegrueb stand. Nach dem Abriss des alten Bauernhauses im Sommer 2015 kommt jetzt wieder Bewegung in den Fall.

Wiederauferstehen lassen kann man die Fröschegrueb nicht. Das historische Bauernhaus im Regensdorfer Dorfkern ist abgerissen, das Material entsorgt. Vorausgegangen war ein jahrelanger Streit um den Erhalt des geschützten Gebäudes zwischen dem Besitzer und dem Zürcher Heimatschutz.

Das Fachwerkhaus aus dem 16. Jahrhundert verlotterte zusehends, bis der Gemeinderat im Sommer 2015 den Abbruch anordnete – aus Sicherheitsgründen. Der Heimatschutz reichte darauf eine Aufsichtsbeschwerde ein. Das Baurekursgericht ordnete den «originalgetreuen Wiederaufbau» an.

Nun hat die Gemeinde die Schutzanordnung für ein Ersatzbauprojekt publiziert. Laut Reto Merkli, Bereichsleiter Baurecht und Bewilligungen der Gemeinde, könnte der Besitzer mit der Anordnung bauen. Sie liegt bis zum 10. Januar bei der Gemeinde auf, für Rekurse gilt eine Frist bis zum 20. Januar. Der Zürcher Heimatschutz will die Anordnung prüfen, wie Verbandspräsident Martin Killias auf Anfrage sagt.

Mit der Schutzanordnung regelt der Gemeinderat lediglich die Gesamterscheinung, nicht aber das Innere des Gebäudes. Gleich wie das Original wird es also nicht. Wie es im Text heisst, hat der Ersatzbau «die Identität des ehemaligen Bauernhauses und die ehemaligen für das äussere Erscheinungsbild massgebenden Elemente grundsätzlich zu übernehmen».

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