Der Modulbau auf der Riedstegwiese soll in den nächsten zehn Jahren 500 Schülerinnen und Schülern Platz bieten. Dieses Jahr starten je zwei Klassen im Lang- sowie im Kurzzeitgymnasium, wie die Zürcher Bildungsdirektion am Montag mitteilte. Das letzte Mal wurde vor 40 Jahren offiziell eine Kantonsschule im Kanton eröffnet.

Die neue Kanti startet in einem Provisorium, wie die Limattaler Zeitung bereits berichtete. Der dreigeschossige Holzbau umfasst 20 Unterrichtszimmer, zehn Fachkundezimmer, Vorbereitungsräume, Instrumentalzimmer, Arbeitsräume sowie einen Ess- und Aufenthaltsraum. Im Jahr 2028 soll dann der Neubau auf dem Areal der ehemaligen «Chemie Uetikon» bezugsbereit sein.

Die Eröffnung der neuen Kantonsschule sei ein Meilenstein für den Kanton und seine Mittelschulen, sagte die Zürcher Bildungsdirektorin Silvia Steiner (CVP) am Montag. Zusammen mit dem Zürcher Baudirektor Markus Kägi (SVP), Gemeindepräsident Urs Mettler und dem Rektor Martin Zimmermann weihte sie die Pavillonanlage ein.

Tweet der Bildungsdirektion Zürich.

Der Zeitplan für das Gymnasium am rechten Zürichseeufer war eng. Stetig steigende Schülerzahlen drängten den Kanton zum Handeln. Anfang des letzten Jahres war das Projekt noch wegen einer Beschwerde gegen die Kreditbewilligung am Bundesgericht hängig - dieses verweigerte aber die aufschiebende Wirkung.

Im vergangenen November dann wurde das Areal erschlossen, im Frühling dieses Jahres mit dem Aufbau der Module begonnen. "Die zeitlichen Vorgaben waren sehr eng bemessen", sagte denn auch Baudirektor Markus Kägi am Montag bei der Eröffnung. Dennoch sei ein bestechendes Bauwerk konzipiert und realisiert worden.