«INEZ» heisst das Siegerprojekt für den Ersatzneubau der Baugewerblichen Berufsschule (BBZ) in der Stadt Zürich. Die Zürcher Architekten Gunz & Künzle haben die Jury mit ihrer «durchgängigen und klaren Konzeption» überzeugt, wie die Zürcher Baudirektion am Dienstag mitteilte.

Das Projekt nehme die organisatorischen Ansprüche der Schule auf, die eine funktionale Trennung von Sport- und Unterrichtsbereich vorsehe, heisst es in der Mitteilung. Die klare Gebäudestruktur sowie die Bauweise mit Stützen und Platten ermögliche eine hohe Nutzungsflexibilität.

Mit dem Ersatzneubau im Stadtzürcher Kreis 5 wird im Auftrag der Bildungsdirektion das Raumangebot der BBZ optimiert und auf die stark anwachsenden Schülerzahlen reagiert. Geplant sind Räume für den Unterricht, zwei Sporthallen sowie Aufenthalts- und Mehrzweckräume. Der Ersatzneubau solle zu einer räumlichen und funktionalen Einheit der BBZ führen, schreibt die Baudirektion. Das Siegerprojekt füge sich in den benachbarten Bestand ein und sei offen gegenüber dem Stadtraum.

Insgesamt hatte die Jury 102 Projekte zu beurteilen. «INEZ» wird nun unter der Leitung des Hochbauamtes und in Zusammenarbeit mit den Nutzern weiterentwickelt. Gemäss einer groben Schätzung wird mit Kosten von rund 45 Millionen Franken gerechnet. Bis 2020 soll ein bewilligungsfähiges Bauprojekt vorliegen, Ende 2023 der Neubau bezugsbereit sein.

Die räumliche Situation der Berufsfachschulen im Kreis 5 in der Stadt Zürich ist seit langem unbefriedigend, wie die Baudirektion schreibt. Diverse Schulen sind auf mehrere Gebäude und Standorte verteilt. An vielen Orten ist die Infrastruktur veraltet oder nicht mehr zweckmässig und es fehlt an Turnhallen. Der Ersatzneubau für die BBZ ist die vierte von sechs Etappen in der Umsetzung der Berufsbildungsmeile in der Stadt Zürich. Bis zum 18. September können das Siegerprojekt und die Wettbewerbsarbeiten noch besichtigt werden.