Zürich
Erholung auf dem Arbeitsmarkt: Weniger Arbeitslose im Kanton Zürich

Im Kanton Zürich ist die Arbeitslosenquote um 0.1 Prozent auf 3.2 Prozent gesunken. Obwohl der Rückgang grösstenteils auf Saisoneffekte zurückzuführen ist, zeigen sich doch Zeichen der Erholung auf dem Arbeitsmarkt.

Sophie Rüesch
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Im Mai waren weniger Leute auf Unterstützung des RAVs angewiesen (Symbolbild).

Im Mai waren weniger Leute auf Unterstützung des RAVs angewiesen (Symbolbild).

Keystone

Mit 54 Arbeitslosen weniger als noch im April setzt der Bezirk Dietikon seinen Abwärtstrend bei den Arbeitslosenzahlen weiter fort. Im Mai waren im Bezirk 1836 Personen beim Regionalen Arbeitsvermittlungszentrum (RAV) gemeldet, wie das Amt für Wirtschaft und Arbeit (AWA) des Kantons Zürich gestern mitteilte. Die Arbeitslosenquote betrug im vergangenen Monat somit 4,3 Prozent. Damit ist der Bezirk zwar immer noch kantonaler Spitzenreiter; mit einem weiteren Rückgang der Quote um ein Promille befindet sie sich seit dem Rekordhoch vom Februar jedoch weiterhin auf Sinkflug.

Auch die Arbeitslosenzahlen des gesamten Kantons entwickeln sich weiterhin positiv. Gegenüber dem April konnte der Kanton Zürich im Mai ebenfalls einen Rückgang um ein Promille auf neu 3,2 Prozent verzeichnen - mit seinen rund 25 000 RAV-Angemeldeten liegt er aber immer noch 0,2 Prozent über dem schweizerischen Durchschnitt.
Die Abnahme im Mai erklärt sich das AWA wie schon die Monate zuvor mehrheitlich mit saisonalen Effekten. So ist, wie üblich in der Jahreszeit, die Arbeitslosigkeit im Baugewerbe zurückgegangen sowie in den verwandten Berufsfeldern Metallverarbeitung und Maschinenbau. Doch auch im Sektor «Verkehr und Transport» ist ein Rückgang zu verbuchen, ebenso bei den «sonstigen wirtschaftlichen Dienstleistungen», die vor allem temporäre Arbeitsverhältnisse beinhalten.

Erholung im Gastgewerbe

Bereits seit längerem registriert das AWA in den Berufsgruppen Informatik, Handel und Verkauf sowie bei den kaufmännischen und administrativen Berufen konjunkturbedingte Abnahmen der Arbeitslosigkeit. Doch auch im Gross- und Detailhandel, bei den freiberuflichen, technischen und wissenschaftlichen Dienstleistungen sowie im Gastgewerbe gibt es wieder mehr Stellen. Im Mai gab es jedoch auch Berufsgruppen, die weniger gefragt waren: So verzeichnet das AWA etwa im Wirtschaftszweig Gesundheits- und Sozialwesen mehr Arbeitslose als im Vormonat.
Obwohl die Beschäftigungschancen je nach Branche, Beruf und Ausbildungsniveau noch sehr unterschiedlich sind, schätzt das AWA die wirtschaftliche Entwicklung des Kantons positiv ein. «Die Zürcher Wirtschaft bleibt mit einem prognostizierten BIP-Wachstum von 2,4 Prozent für 2014 auf Erholungskurs», schreibt das Amt in seiner gestrigen Mitteilung.