Bildende Kunst

Erfolgreiches Jubiläumsjahr 2010 am Kunsthaus Zürich

Seine Werke bescherten dem Zürcher Kunsthaus ein erfolgreiches Jahr: Pablo Picasso

Seine Werke bescherten dem Zürcher Kunsthaus ein erfolgreiches Jahr: Pablo Picasso

Das Jubiläumsjahr 2010 hat dem Kunsthaus Zürich einen gewaltigen Publikumserfolg beschert. Besucht wurde es von über 400'000 Personen, also von fast doppelt so vielen wie 2009.

Die Marke von 400'000 Eintritten überschritt das Kunsthaus erstmals wieder seit 1989. Der Zuwachs gegenüber 2009 ist gewaltig: 172'000 oder 85 Prozent, wie Walter Kielholz, Präsident der Zürcher Kunstgesellschaft, vor den Medien ausführte.

Verantwortlich für das sensationelle Ergebnis sind die Ausstellungen «Van Gogh, Cézanne, Monet - Die Sammlung Bührle» und «Picasso», die beide mehr als 100'000 Besucherinnen und Besucher anlockten. Die Picasso-Schau dauert noch bis 30. Januar und verzeichnet zurzeit täglich rund 3000 Eintritte.

Offengelegt wird die finanzielle Bilanz in den kommenden Monaten. Im neuen Jahr rechnet Kielholz mit «rückläufigen Einnahmen». Dank stabilen Sponsorengeldern musste das Budget 2011 «ausgeglichen» gestaltet werden, was allerdings auch heisst, dass das Museum im Jahr 2010 auf jeden Fall einen satten Gewinn erwirtschaftet hat.

Fotografie und Franz Gertsch

Das Programm 2011 sollte - so das Ziel des Kunsthauses - mindestens 300'000 Besuche generieren. Vorgesehen sind zwölf Ausstellungen, darunter drei im grossen Bührle-Saal. Die erste heisst «FotoSkulptur» und beleuchtet den Einfluss, den die Fotografie seit dem 19. Jahrhundert auf die Bildhauerei ausübt.

Die zweite Grossausstellung beschert dem Publikum eine Retrospektive des 81-jährigen Berner Malers und Holzschneiders Franz Gertsch. Die dritte bringt Auszüge einer der grössten Privatsammlungen der Welt ins Kunsthaus: der «Nahmad Collection», die als museale Weltpremiere 150 ihrer Werke der klassischen Moderne vorstellt.

Zum Ereignis für Familien werden soll die Ausstellung «Tierisch gut!», welche, nach Themen geordnet, die künstlerisch aufgearbeitete Beziehung von Mensch und Tier in den Mittelpunkt stellt. Präsentiert wird auch das Werk Alberto Giacomettis, und zwar unter dem Titel «Sehen im Werk». (sda)

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