Landesmuseum
Erfolgreiches 2013 fürs Schweizerische Nationalmuseum

Das Schweizerische Nationalmuseum sieht auf ein erfolgreiches verkleinertes Jahr zurück und positiv in eine umgebaute Zukunft. 2014 folgen zwei Ausstellungen, die sich mit der Zeit vor und während des Ersten Weltkriegs auseinandersetzen.

Noëlle König
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Direktor Andreas Spillmann zeigt sich zufrieden mit den Baufortschritten: «Wir kommen gut voran und konnten bisher sowohl den Zeit- wie auch den Kostenrahmen einhalten.»

Direktor Andreas Spillmann zeigt sich zufrieden mit den Baufortschritten: «Wir kommen gut voran und konnten bisher sowohl den Zeit- wie auch den Kostenrahmen einhalten.»

MTS

Mit tierischen Fabelwesen, einem grossen Herrscher und Kunsthandwerk aus Papier hiess das Schweizerische Landesmuseum im letzten Jahr über eine Vertelmillion Besucher willkommen. So konnte das Château de Prangins mit über 50 000 Besuchern einen Rekord erzielen. Seit der Eröffnung vor 15 Jahren haben noch nie so viele Interessierte den Weg in das Schloss am Genfersee gefunden. Dies ist laut Nicole Minder, Direktorin des Château de Prangins, in erster Linie der neuen Dauerausstellung «Noblesse oblige! Leben auf dem Schloss im 18. Jahrhundert» zu verdanken. Auch wenn die Anzahl Besucher in Zürich im Vergleich zum Vorjahr leicht zurückgegangen ist, zeigt sich die Geschäftsleitung mit dem Ergebnis sehr zufrieden. Denn trotz der Einschränkungen durch die Sanierungs- und Erweiterungsarbeiten war es das zweitbeste Ergebnis der letzten fünf Jahre.

Zum Betonieren wird geheizt

Auch die Baufortschritte sind für Andreas Spillmann, Direktor des Schweizerischen Landesmuseums, zufriedenstellend: «Wir kommen gut voran und konnten bisher sowohl den Zeit- wie auch den Kostenrahmen einhalten.» Wie der Baustellenleiter Peter Guggisberg erklärt, sollten auch im weiteren Verlauf des Winters die Bauarbeiten gut vorankommen: «Wir heizen gewisse Bereiche, damit wir auch bei kalten Temperaturen betonieren können.» Schwierigkeiten gebe es zwar immer wieder, da vieles eine Spezialanfertigung ist, grössere Probleme seien bis jetzt jedoch keine aufgetreten. So sollte der nächste Meilenstein, die «Aufrichte» Ende August, gut zu erreichen sein. Ende 2014 sollten die Renovierungsarbeiten im Altbau abgeschlossen sein, die Fertigstellung des Erweiterungsbaus ist für Ende 2015 geplant. Dank dieser baulichen Massnahmen wird die Ausstellungsfläche des Landesmuseums von 5000 auf 7300 Quadratmeter vergrössert.

2014 zurück ins Jahr 1914

In diesem Jahr dominieren zwei Ausstellungen rund um den Ersten Weltkrieg das Programm des Nationalmuseums. «1900–1914. Expedition ins Glück» heisst die erste Schau. Die Gastkuratoren Juri Steiner und Stefan Zweifel versuchten, diese 14 Jahre so zu sehen, als wüsste man nicht, dass sie in einem Krieg endeten. Im Zentrum steht das Neue, das bei den Menschen eine kollektive Euphorie und zugleich Angst und Verunsicherung auslöste. Ende August ist die Wanderausstellung «14/18 – die Schweiz und der Grosse Krieg» vom Verein «Die Schweiz im Ersten Weltkrieg» in Zürich zu sehen. Jedoch stehen weniger die militärischen als vielmehr die gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Aspekte im Fokus der Ausstellung.

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