Winterthur

Entwicklung zur «Schlafstadt»? Winterthurer stimmen ab

Die Winterthurer Altstadt sieht nicht müde aus. (Symbolbild)

Die Winterthurer Altstadt sieht nicht müde aus. (Symbolbild)

Die Winterthurer Stimmberechtigten müssen am 5. Juni über die Volksinitiative «Schaffe und Wohne z'Winterthur» der Grünliberalen abstimmen. Stadtrat und Parlament lehnen die Vorlage ab. Der Grosse Gemeinderat hatte im Dezember den indirekten Gegenvorschlag gutgeheissen.

Die Grünliberalen wollen mit ihrer Initiative erreichen, dass Wohnen und Arbeiten in Winterthur wieder näher zusammenrücken. Damit soll "der schleichenden Entwicklung zur Schlafstadt" entgegengewirkt werden. Angestrebt wird ein Verhältnis von 70 Arbeitsplätzen auf 100 Einwohner bis ins Jahr 2030.

Gemäss Stadtrat birgt die Umsetzung der Volksinitiative teilweise unlösbare Probleme, wie er am Donnerstag mitteilte. So lasse sich das konkrete Verhältnis in der Realität nicht steuern. Auch sei die Gemeindeordnung nicht das richtige Gefäss für dieses Ansinnen.

Der Stadtrat findet aber das eigentliche Ziel - die Schaffung zusätzlicher Arbeitsplätze - als sehr wichtig. Er hat deshalb der Volksinitiative einen indirekten Gegenvorschlag gegenübergestellt, der vom Grossen Gemeinderat am 14. Dezember gutgeheissen wurde.

Der Grundsatzentscheid des Parlaments beinhaltet, dass die Förderung zusätzlicher Arbeitsplätze zum strategischen Ziel erklärt wird, wie es der Stadtrat bereits in seiner 12-Jahres-Strategie und in den Legislaturzielen formuliert hat. Im Weiteren hat der Stadtrat im Juli 2015 die "Impulsstrategie Arbeitsplätze" verabschiedet.

Da die Initianten ihr Begehren nicht zurückzogen, muss nun das Stimmvolk darüber abstimmen. Der Stadtrat hat den 5. Juni als Abstimmungstermin festgesetzt.

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