Zürich

Entwicklung des Kasernenareals kann weitergehen

Für den Ausbau der Zeughäuser wird mit einem Betrag von rund 55 Millionen Franken gerechnet. (Archiv)

Für den Ausbau der Zeughäuser wird mit einem Betrag von rund 55 Millionen Franken gerechnet. (Archiv)

Die Situation zwischen Stadt und Kanton in Bezug auf das Kasernenareal hat sich entkrampft. Damit nimmt die Weiterentwicklung des Areals in der Stadt Zürich wieder Fahrt auf. Dies teilten Stadt und Kanton am Freitag mit.

Wenn die Kantonspolizei in das neue Polizei- und Justizzentrum zieht, wird das Kasernenareal in der Nähe des Hauptbahnhofes frei. Ab 2012 erarbeiteten der Kanton als Eigentümer und die Stadt Zürich gemeinsam eine Vision für das Gesamtareal und hielten diese in einem vor Jahren publizierten Masterplan fest.

Vor rund einem Jahr liess der damals bürgerlich dominierte Kantonsrat die Pläne für die Sanierung der Zeughäuser und für den Baurechtsvertrag mit der Stadt platzen. Nach den Wahlen im März erfolgte ein Umschwung. Die einst gemeinsam erarbeitete Lösung wird dem Kantonsrat auf dessen Wunsch erneut unterbreitet.

Für die Zeughäuser steht folglich ein kleinflächig orientierter Nutzungsmix aus kulturellen und sozialen Angeboten, Gewerbebetrieben sowie Bildungs- und Freizeitnutzungen im Vordergrund.

Und das Zeughausareal soll für 50 Jahre im Baurecht an die Stadt übergeben werden. Für den Ausbau der Zeughäuser wird mit einem Betrag von rund 55 Millionen Franken gerechnet. Der Kanton Zürich verpflichtet sich mit dem Baurechtsvertrag, eine Kostenbeteiligung von maximal 30 Millionen Franken zu leisten. Diese Beteiligung muss als neue Ausgabe vom Kantonsrat bewilligt werden.

Für den restlichen Teil der Investition soll die Stadt Zürich aufkommen. Der Zürcher Stadtrat wird voraussichtlich 2024 den Objektkredit für das Sanierungsprojekt zuhanden des Gemeinderats verabschieden.

«Gezielte Eingriffe» bei Militärkaserne

Die Militärkaserne wird weiterhin für kantonale Aufgaben genutzt. Es entsteht ein Bildungszentrum für Erwachsene, wobei das Erdgeschoss für publikumsorientierte Nutzungen geöffnet werden soll.

«Mit wenigen gezielten Eingriffen» soll die denkmalgeschützte Militärkaserne zum Bildungszentrum werden, heisst es in der Mitteilung weiter. Realisiert werden soll dies mit dem Projekt «Pilum» der Spillmann Echsle Architekten AG aus Zürich. Diese gingen aus einem Wettbewerb als Sieger hervor, wie am Freitag bekannt wurde.

Die Kasernenwiese wird in ihrer ursprünglichen Grösse als öffentlicher Freiraum nutzbar. Die Stadt betreibt auch weiterhin die Kasernenwiese in Gebrauchsleihe. Ausserdem werden Kanton und Stadt Verhandlungen über die Zukunft der Polizeikaserne aufnehmen. Das Thema Kasernenareal wird Stadt und Kanton also noch jahrelang beschäftigen.

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